Alaska

Acht Tote bei Charterflug-Absturz nahe Cape Newenham in Alaska

Ein zivil gechartertes Flugzeug ist am 20. August nahe der Cape Newenham Long Range Radar Site in Westalaska abgestürzt. Das Alaskan Command bestätigte, dass es keine Überlebenden gab; die NTSB hat Ermittlungen eingeleitet.

Nahe der Cape Newenham Long Range Radar Site in Westalaska ist am 20. August ein zivil gechartertes Flugzeug abgestürzt. Nach Angaben des Alaskan Command kamen alle acht Menschen an Bord ums Leben. Die Absturzstelle liegt rund 725 Kilometer (450 Meilen) westlich von Anchorage. Die US-Behörden leiteten umgehend Such-, Bergungs- und Ermittlungsmaßnahmen ein.

Nach ersten Informationen der National Transportation Safety Board handelte es sich um eine Cessna 441, die zuvor vom Ted Stevens Anchorage International Airport gestartet war. Die Maschine soll nach einem abgebrochenen Anflug einen zweiten Landeversuch unternommen haben; kurz darauf riss demnach die Funkverbindung ab. Ermittler der NTSB sind vor Ort. Sie sichern Wrackteile, werten Betriebs- und Wartungsunterlagen sowie Wetterdaten aus und prüfen, ob verwertbare Aufzeichnungsgeräte vorhanden sind. Zur Ursache machten die Behörden keine Angaben.

Die Cape Newenham Long Range Radar Site gehört zu einem Netz entlegener Radarstationen der US-Luftwaffe. Der Kommandeur des Alaskan Command sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und kündigte Unterstützung an. Konkrete Angaben zum Zweck der Reise der Verunglückten wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Wetterdaten des National Weather Service deuten in der Zeit um den Unfall auf rasch einsetzenden dichten Nebel hin und damit auf eine markant verschlechterte Sicht. Solche plötzlichen Sichtverschlechterungen kommen in der Region häufig vor und erhöhen das Risiko bei Anflügen auf abgelegene, kurze Pisten. Die Ermittler wollen die tatsächlichen Sichtwerte, die Instrumentenflugdaten und die Entscheidungsabläufe der Crew im Anflug miteinander abgleichen.

An den ersten Maßnahmen beteiligten sich neben militärischen Kräften auch die Federal Aviation Administration und das Alaska Rescue Coordination Center. Bis zum Abschluss der Untersuchung bleiben sowohl die technische als auch die operationelle Ursache offen. Die NTSB veröffentlicht nach Auswertung der Beweise zunächst einen vorläufigen Bericht; ein umfassender Abschlussbericht folgt in der Regel Monate später.

Der Absturz reiht sich in eine Serie von Unfällen in schwer zugänglichen Regionen Alaskas ein, in denen Wetter, Topografie und lange Distanzen die Flugsicherheit zusätzlich herausfordern. Behörden und Betreiber verweisen regelmäßig auf die Bedeutung strikter Verfahren für Instrumentenflüge, die Ausstattung der Flugzeuge und die aktuelle Wetterlage bei Anflügen auf entlegene Flugfelder.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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