Alaska

Alaska setzt Volksabstimmung über Abschaffung von Top-Four und Rankingwahl an

Alaska nimmt am 3. November 2026 eine landesweite Volksinitiative auf den Stimmzettel, die das 2020 eingeführte System aus offener Top-Four-Vorwahl und anschließender Rankingwahl abschaffen und zu parteiinternen Vorwahlen mit einfacher Mehrheitswahl zurückkehren würde.

Alaska bringt am 3. November 2026 eine Volksinitiative zur Abstimmung, die das seit 2020 geltende Wahlsystem mit offener Top-Four-Vorwahl und anschließender Rankingwahl im November aufheben soll. Die Alaska Division of Elections hat die erforderlichen Unterlagen der Initiatoren geprüft und die ordnungsgemäße Einreichung bestätigt; die Maßnahme wurde für den Stimmzettel der General Election terminiert. Zuständig für die formale Zertifizierung ist die Vizegouverneurin Nancy Dahlstrom.

Die Vorlage zielt darauf ab, die nonpartisan Top-Four Primary zu beenden und die Rankingwahl (Ranked-Choice Voting) in den allgemeinen Wahlen abzuschaffen. Stattdessen würden wieder parteiinterne Primaries und einfache Mehrheitsentscheidungen in der General Election gelten. Nach Angaben der Staatsverwaltung umfasst die Initiative darüber hinaus Änderungen an Verfahrensregeln für Sonderwahlen sowie Anpassungen bei Parteiregelungen und Teilen des Transparenzrechts. Öffentliche Anhörungen zum Text der Initiative sind von staatlichen Gremien angesetzt.

Das Top-Four- und Rankingwahl-Modell war in Alaska 2020 per Volksentscheid eingeführt worden. Es sieht eine offene Vorwahl vor, in der die vier Bestplatzierten unabhängig von der Parteizugehörigkeit in die Hauptwahl einziehen. In der Hauptwahl werden die Kandidaturen anschließend nach Präferenzen geordnet, bis eine Person die erforderliche Mehrheit erreicht. Befürworter des Systems führen an, dass es breitere Wählerkoalitionen begünstige und den Einfluss parteiintern stark polarisierter Vorwahlen mindere. Kritiker verweisen auf wahrgenommene Komplexität des Stimmzettels, potenzielle Verwirrung und eine Verringerung parteilicher Steuerungsmöglichkeiten.

Die aktuelle Aufhebungsinitiative wird von der Gruppe Repeal Now unterstützt. Gegner der Rückabwicklung warnen hingegen, eine Rückkehr zu parteiinternen Vorwahlen und relativer Mehrheitsentscheidung könne die Vertretung von Minderheitenpräferenzen schwächen und strategisches Wahlverhalten fördern. Beide Seiten bereiten Informationskampagnen vor; der Abstimmungstermin fällt auf die reguläre General Election am 3. November 2026.

Die Alaska Division of Elections informiert fortlaufend über Titel, Zusammenfassung und rechtliche Prüfungen der Vorlage. Beobachter erwarten, dass die Auseinandersetzung um das Wahlrecht bundesweit Beachtung findet, weil Alaska eines der wenigen US-Bundesländer ist, das das kombinierte Modell aus Top-Four Primary und Ranked-Choice Voting eingeführt hat. Das Ergebnis der Abstimmung dürfte weitreichende Folgen für künftige Wahlverfahren im Bundesstaat haben.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk