Alaska hält heute seine offene Vorwahl für den US-Senat ab. Im Mittelpunkt stehen drei Namen: der republikanische Amtsinhaber Dan Sullivan, der ebenfalls kandidierende Dan J. Sullivan aus Petersburg sowie die Demokratin Mary Peltola. Nach dem in Alaska geltenden System qualifizieren sich die vier bestplatzierten Bewerberinnen und Bewerber parteiunabhängig für die allgemeine Wahl am 3. November, die per Rangfolgewahl entschieden wird.
Die Konstellation mit zwei gleichnamigen Kandidaten hatte bereits im Frühsommer juristische Klärungen ausgelöst. Am 26. Juni ordnete ein Gericht an, Dan J. Sullivan auf den Stimmzettel zur Vorwahl zu setzen, nachdem die staatliche Wahlbehörde Division of Elections zunächst Einwände erhoben hatte. Der Alaska Supreme Court bestätigte die Zulassung am 30. Juni. In der Folge veröffentlichte die Wahlbehörde Musterstimmzettel und Kennzeichnungen, um eine Verwechslung der Namen zu vermeiden. Die Auseinandersetzung drehte sich sowohl um verfahrensrechtliche Fragen der Wählbarkeit als auch um das Risiko irreführender Stimmabgaben bei nahezu identischen Namensfeldern.
Mary Peltola, Demokratin und derzeit Alaskas Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus, strebt einen Platz unter den vier Erstplatzierten an. Politisch ist sie in Alaska durch ihre Positionen zu Fischerei, Ressourcenpolitik und Regionalökonomie profiliert. Amtsinhaber Dan Sullivan setzt auf seine bundespolitische Erfahrung und auf die traditionell starke republikanische Wählerbasis des Bundesstaats. Der zweite Kandidat Dan J. Sullivan führt eine eigenständige Kampagne; über strategische Motive seiner Bewerbung wird spekuliert, belastbare Belege dafür liegen nicht vor. Aussagen zu Erfolgsaussichten sind vor Auszählung der Stimmen reine Prognosen und werden hier nicht getroffen.
Alaska hat sein Wahlsystem 2022 erstmals nach dem Modell aus offener Vorwahl und anschließender Rangfolgewahl angewandt. Das Format zielt darauf, parteiübergreifende Unterstützung zu gewichten und mehr Kandidaturen zu ermöglichen. Für die diesjährige US-Senatswahl bedeutet das: Erst heute wird das Feld für den November fixiert, und erst dort entscheidet die Präferenzzählung über den Sieger, sofern niemand im ersten Zählgang die absolute Mehrheit erreicht. Die heutige Vorwahl liefert damit ein wichtiges Stimmungsbild über die Stärke der Lager und die Resonanz unabhängiger oder parteiungebundener Bewerbungen.
Formell überwacht die Division of Elections das Verfahren auf Ebene des Bundesstaats; höchstrichterliche Streitfragen liegen beim Alaska Supreme Court. Ergebnisse werden nach Schließung der Wahllokale veröffentlicht, teils mit zeitlichem Abstand, da Alaska weitläufig ist und Stimmen per Brief oder vorab abgegeben werden können.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).