Anheuser‑Busch InBev, der Mutterkonzern von Budweiser, hat am 22. August 2026 in Nashville Klage gegen den Staat Tennessee eingereicht. Vor der Davidson County Chancery Court richtet sich die Klage gegen David Gerregano in seiner Funktion als Commissioner des Tennessee Department of Revenue. Der Konzern verlangt die Rückerstattung von insgesamt mehr als 1,8 Millionen US‑Dollar an Franchise‑Steuern für die Steuerjahre 2022 und 2023 sowie die Zahlung von Zinsen und Erstattung von Anwaltskosten. Das Verfahren wurde laut Gerichtsregister und übereinstimmenden Medienberichten angestrengt.
Auslöser des Streits ist eine 2024 verabschiedete Reform der Franchise‑Besteuerung in Tennessee. Die Gesetzesänderung beseitigte eine zuvor umstrittene Berechnungsmethode und eröffnete Unternehmen die Möglichkeit, bereits entrichtete Beträge rückwirkend zurückzufordern. Anheuser‑Busch InBev macht geltend, die Steuerlast sei nach dem früheren, inzwischen geänderten Modus ermittelt worden. Das Unternehmen habe im August 2025 einen formellen Antrag auf Rückerstattung gestellt; nachdem innerhalb der gesetzlichen Frist keine Entscheidung ergangen sei, werde der Anspruch nun gerichtlich verfolgt. Diese Angaben stammen aus der Klagebegründung, wie sie in der Berichterstattung wiedergegeben wird.
Verfahrensrechtlich ist in Tennessee vorgesehen, dass Rückerstattungsklagen gegen den Commissioner des Tennessee Department of Revenue in seiner amtlichen Eigenschaft gerichtet werden. Die Davidson County Chancery Court wird demnach zu prüfen haben, ob die geänderte Rechtslage die geltend gemachte Rückerstattung trägt und ob die Antragstellung und Fristwahrung den gesetzlichen Vorgaben entsprachen. Eine Entscheidung in der Sache liegt bislang nicht vor.
Die 2024er Reform hatte die Steuerpraxis des Bundesstaats grundlegend umgestellt und zugleich Verfahrenswege für Rückerstattungsanträge präzisiert. Die Steuerverwaltung veröffentlichte hierzu Hinweise und Abläufe für betroffene Unternehmen. Wie hoch die finanziellen Auswirkungen einzelner Rückzahlungen im Ergebnis ausfallen, hängt vom jeweiligen Sachverhalt ab; die in der Klage genannten Beträge sind gegenwärtig als Vorbringen der Klägerin zu werten.
Nach derzeitigem Stand ist das Verfahren in einem frühen Stadium. Im öffentlichen Portal der Gerichte von Nashville war die vollständige Klageschrift zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht als herunterladbares Dokument verfügbar. Der Fortgang des Falls, einschließlich etwaiger Fristen für die Erwiderung des Tennessee Department of Revenue oder die Terminierung einer ersten Anhörung, ist offen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).