Die Rechtsvertretung von Lisa Cook hat in einem formellen Schreiben an das Weiße Haus die von Präsident Donald Trump eingesetzte „committee of inquiry“ scharf kritisiert und deren Verfahren als „demonstrably biased“ bezeichnet. Das Schreiben datiert vom 13. Oktober 2026 und wendet sich an Will Scharf, einen Rechtsberater des Präsidenten. Die Anwälte begründen ihre Ablehnung mit der personellen Besetzung des Ausschusses, dem Zeitplan und mangelnder Offenlegung mutmaßlicher zusätzlicher Vorwürfe. Die für den 5. November 2026 angekündigte Anhörung am Weißen Haus sei damit nicht als fairer, verfassungs‑ und gesetzeskonformer Prozess sicherstellbar, so das Anwaltsteam. (Faktenlage: Schreiben der Anwälte; Weiße‑Haus‑Memorandum vom 7. Oktober 2026). ([whitehouse.gov](https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/2026/10/establishment-of-a-committee-of-inquiry-to-investigate-allegations-of-false-statements-by-lisa-denell-cook/?utm_source=openai))
Kern des Streits sind Vorwürfe, Cook habe falsche Angaben in Hypothekenanträgen gemacht. Präsident Trump hatte am 7. Oktober 2026 per Memorandum eine Dreierkommission eingesetzt, die prüfen soll, ob „cause“ zur Amtsenthebung nach 12 U.S.C. § 242 vorliegt, und bis spätestens nach einer Anhörung am 5. November 2026 dem Präsidenten Empfehlungen übermitteln soll. Der Erlass nennt Kevin Hassett, Keith Sonderling und Andrea Lucas als Mitglieder des Ausschusses. Cook hat die Möglichkeit zu einer mündlichen Anhörung sowie zur Einreichung einer schriftlichen Stellungnahme bis zum 10. November 2026. ([whitehouse.gov](https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/2026/10/establishment-of-a-committee-of-inquiry-to-investigate-allegations-of-false-statements-by-lisa-denell-cook/?utm_source=openai))
Die Anwälte betonten, dass sie eine Teilnahme nicht grundsätzlich ausschließen, verlangten jedoch entweder die Neubesetzung des Ausschusses oder eine Verschiebung der Anhörung; Cook selbst könne aufgrund offizieller Verpflichtungen im November bei Terminen der Zentralbank in Europa nicht teilnehmen und habe einen Termin frühestens im Dezember angegeben. Parallel läuft vor einem Bundesgericht in Washington, D.C., ein Rechtsstreit, in dem Cooks Anfechtung früherer Entlassungsversuche und Verfahrensfragen verhandelt werden sollen; die Behörden haben dem Gericht zufolge bis zum 6. November 2026 Berichtspflichten ausgehandelt. ([news.bloomberglaw.com](https://news.bloomberglaw.com/white-collar-and-criminal-law/white-house-to-hold-its-own-hearing-on-claims-against-feds-cook?utm_source=openai))
Politisch verschärft der Vorgang das Spannungsfeld zwischen dem Weißen Haus und der unabhängigen Notenbank: Experten verweisen darauf, dass die verfassungs‑ und gesetzlich vorgegebenen Voraussetzungen für eine Amtsenthebung von Mitgliedern des Board of Governors selten und rechtlich heikel sind. Beobachter rechnen mit weiteren juristischen Auseinandersetzungen, weil zentrale Fragen von Unabhängigkeit, Verfahrensgerechtigkeit und der Rolle des Präsidenten bei der Überwachung unabhängiger Behörden nun vor Gerichten und in der öffentlichen Debatte geklärt werden dürften. ([washingtonpost.com](https://www.washingtonpost.com/politics/2026/10/09/cook-federal-reserve-trump/eff61d0c-c3ed-11f1-8170-681419af1cc9_story.html?utm_source=openai))
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).