Am 7. Oktober 2026 haben die New York Times und NPR erneut über Eingriffe von Verteidigungsminister Pete Hegseth in militärische Personalentscheidungen berichtet. Danach soll Hegseth regelmäßig Listen mit zur Beförderung vorgeschlagenen Offizieren geändert, verzögert oder zurückgezogen haben. Den Darstellungen zufolge sind Schwarze und weibliche Kandidaten davon überproportional betroffen. Zudem verweisen die Berichte auf Bemühungen der Führung, transgeschlechtliche Soldatinnen und Soldaten aus den Streitkräften zu drängen.
Als belegter Fall gilt eine Entscheidung vom März 2026, über die unter anderem Military Times berichtete: Demnach wurden zwei Schwarze und zwei weibliche Offiziere der Army aus einer Ein-Stern-Beförderungsliste gestrichen. Weitere, teils vertrauliche Fälle aus Army, Navy und Air Force werden in den Medien genannt; mehrere Quellen sprechen von Dutzenden Eingriffen seit Beginn von Hegseths Amtszeit. Namen der Betroffenen werden nur teilweise öffentlich, auch mit Verweis auf den Schutz von Personalakten.
Das Pentagon weist zentrale Vorwürfe zurück. Ein Sprecher betonte, der Minister handele im Rahmen seines Mandats und setze auf Leistung als Kriterium. Die Berichte, so die Darstellung, zeichneten ein ungenaues Bild und unterschlügen, dass der Minister rechtlich in Beförderungsprozesse eingreifen dürfe.
Im Kongress wächst gleichwohl der Druck. Jack Reed, der Vorsitzende des Streitkräfteausschusses des Senats, forderte schriftliche Erklärungen zu den Vorgängen und kündigte weitere Aufsichtsschritte an. Mehrere Senatoren erwägen demnach Transparenzauflagen, nach denen ministerielle Eingriffe in Beförderungsverfahren künftig schriftlich zu begründen und dem Senat zu melden wären.
Zu unterscheiden sind drei Ebenen: Erstens die dokumentierten administrativen Eingriffe in Auswahllisten. Zweitens die Frage, ob dabei eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung nach Geschlecht, Hautfarbe oder Haltung zu Diversity-Programmen vorliegt; hier sind Motive bislang nicht abschließend belegt. Drittens die institutionelle Reaktion: Der Senat prüft Instrumente der Aufsicht, während die Militärführung auf die Funktionsfähigkeit des Beförderungssystems und die Bindung erfahrener Offiziere verweist.
Mögliche Folgen reichen von Vertrauensverlust in die Verfahren über verstärkte Abgänge qualifizierter Führungskräfte bis zu einer weiteren Politisierung der Beziehungen zwischen Pentagon und Kongress. Fest steht: Die dokumentierten Eingriffe sind durch mehrere Medienberichte und Reaktionen aus dem Senat belegt; über Absichten und systematische Diskriminierung geben derzeit nur Quellenberichte und Zuschreibungen Auskunft. Weitere Klarheit sollen angeforderte Unterlagen und mögliche formelle Untersuchungen bringen.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).