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Bund bestätigt Post-2026-Regeln für Colorado River – Arizona mit größtem Kürzungsanteil

Das US-Innenministerium hat am 21. August 2026 die Post‑2026‑Betriebsrichtlinien für den Colorado River beschlossen. Für die Wasserjahre 2027 und 2028 entfallen die größten Kürzungen auf Arizona; Phoenix und regionale Versorger bereiten sich auf Anpassungen…

Das US-Innenministerium, vertreten durch das Bureau of Reclamation, hat am 21. August 2026 die Post‑2026‑Betriebsrichtlinien für den Colorado River samt Record of Decision veröffentlicht. Der zehnjährige Rahmen enthält konkrete Abstufungen für die Wasserjahre 2027 und 2028. Hintergrund der Entscheidung sind anhaltend niedrige Füllstände in Lake Powell und Lake Mead.

Kern der Maßnahme sind gestaffelte Reduktionen für die unteren Beckenstaaten. Für 2027/2028 summieren sich die Kürzungen demnach auf rund 1,25 Millionen Acre‑Feet; davon entfallen etwa 760.000 Acre‑Feet auf Arizona, 440.000 Acre‑Feet auf Kalifornien und 50.000 Acre‑Feet auf Nevada. Ziel ist es laut Bundesbehörde, kritische Infrastruktur zu schützen und die Großreservoire zu stabilisieren. Die Umsetzung liegt beim Bureau of Reclamation.

In Arizona, wo die Metropolregion Phoenix stark vom Central Arizona Project abhängt, reagierten Landesstellen verhalten. Tom Buschatzke, Direktor der Arizona Department of Water Resources, begrüßte am 21. August 2026 die nun gewonnene Planungssicherheit, warnte aber vor den Belastungen für Nutzergruppen im Bundesstaat. Beim Central Arizona Water Conservation District, der das Central Arizona Project betreibt, wurden laut Behördenangaben interne Verteilungsschlüssel und Abfederungsmaßnahmen zur Diskussion gestellt.

Die stärkere Betroffenheit Arizonas ist systemisch bedingt: Im Colorado‑River‑Recht verfügen Teile des Bundesstaats über juniorere Wasserrechte, die bei Knappheit früher und stärker gekürzt werden. Die nun verabschiedeten Post‑2026‑Regeln folgen einer Umweltprüfung und einem monatelangen Scoping‑Prozess, in dem unterschiedliche Handlungsoptionen bewertet wurden. Experten und Kommunalvertreter sehen in dem Beschluss kurzfristig mehr Verlässlichkeit für Versorger, verweisen jedoch auf den Bedarf struktureller Reformen – von effizienterer Zuteilung über Wiederverwendung bis zum Grundwassermanagement – um die Versorgung wachsender Zentren wie Phoenix langfristig zu sichern.

Für 2027 und 2028 sind die Reduktionen festgeschrieben. Über weitere Anpassungen im verbleibenden Zeitraum des zehnjährigen Rahmens will die Bundesregierung in Abhängigkeit von hydrologischer Entwicklung und Verhandlungen mit den sieben Anrainerstaaten sowie mit indianischen Stämmen entscheiden. Alle genannten Angaben beruhen auf den offiziellen Verlautbarungen vom 21. August 2026.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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