Polizei & Justiz

Bundesbehörden nehmen Podcaster aus Los Angeles nach Drohungen gegen Präsident Trump fest

Ein 40-Jähriger aus dem Viertel Westlake in Los Angeles ist am 3. September 2026 nach einer Grand-Jury-Anklage wegen Drohungen gegen Präsident Donald Trump, Cyberstalking und belästigender Anrufe festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Benjamin Azariah Southworth, 40, ist am 3. September 2026 in Westlake in Los Angeles von Bundesbehörden festgenommen worden. Eine Grand Jury im Central District of California hat ihn in drei Punkten angeklagt: wegen einer Drohung gegen den Präsidenten der Vereinigten Staaten, wegen Cyberstalking sowie wegen belästigender Telefongespräche im zwischenstaatlichen Verkehr. Southworth sollte noch am selben Tag vor dem United States District Court in Los Angeles vorgeführt werden, wie das United States Attorney’s Office für den Central District of California mitteilte.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft veröffentlichte Southworth Anfang 2026 wiederholt Beiträge in sozialen Netzwerken, darunter auf Instagram, in denen zu Gewalt gegen Präsident Donald Trump aufgerufen worden sein soll. Zudem werfe die Anklage ihm vor, private Adress- und Kontaktdaten aus dem Umfeld des persönlichen Rechtsanwalts des Präsidenten veröffentlicht und bedrohliche Sprachnachrichten hinterlassen zu haben. Die Ermittler sehen darin eine Gefährdung von Amtsträgern und eine gezielte Einschüchterung Betroffener. Southworths Verteidigung äußerte sich zunächst nicht öffentlich zu den Vorwürfen.

Drohungen gegen den Präsidenten sind in den Vereinigten Staaten strafbar, wenn sie wissentlich und ernsthaft geäußert werden. Auch Cyberstalking-Tatbestände sowie belästigende Anrufe über Bundesstaatsgrenzen hinweg können mit Freiheitsstrafen geahndet werden. Ob Untersuchungshaft oder Kautionsauflagen angeordnet werden, entscheidet das Gericht nach der ersten Anhörung. Über mögliche Strafmaße wird erst im weiteren Verfahren zu befinden sein.

Die Staatsanwaltschaft betont, dass Drohungen gegen Amtsträger unabhängig von politischer Ausrichtung verfolgt werden. Zugleich gilt: Nicht jede scharfe politische Äußerung überschreitet die Schwelle zur Strafbarkeit. Maßgeblich ist, ob Gerichte die Äußerungen als sogenannte true threats werten, die keinen Schutz durch die Meinungsfreiheit genießen. In diesem Stadium sind die Vorwürfe Anklagepunkte; über Schuld oder Unschuld entscheidet das Gericht.

Die Mitteilung des United States Attorney’s Office vom 3. September 2026 bildet die Grundlage der öffentlichen Angaben zu Festnahme, Anklagepunkten und dem Ort der Vorführung. Die Los Angeles Times berichtete ergänzend über den Fall und ordnete die mutmaßlichen Onlineaktivitäten des in den Medien aktiven Beschuldigten ein. Hinweise auf weitere laufende Verfahren gegen Southworth liegen derzeit nicht vor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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