Die US‑Regulierungsbehörde Commodity Futures Trading Commission hat Ermittlungen zu sogenannten „Mention“-Märkten aufgenommen, nachdem die Handelsplattform Kalshi verdächtige Aktivitäten gemeldet hatte. Nach übereinstimmenden Medienberichten steht ein im Weißen Haus beschäftigter Teleprompter‑Bediener im Verdacht, aus Wetten auf Formulierungen in Reden von Präsident Donald Trump profitiert zu haben. Die Prüfungen durch die CFTC laufen seit Mitte Juli 2026.
Bereits am 25. Februar 2026 hatte die CFTC eine öffentliche Mitteilung zu Prediction‑Märkten veröffentlicht und mögliche Verstöße gegen den Commodity Exchange Act skizziert. Die Behörde betonte darin die Zuständigkeit ihrer Enforcement Division, mutmaßlichen Insiderhandel und andere Marktmanipulationen zu untersuchen. Die aktuelle Prüfung richtet sich laut Berichten speziell auf Märkte, in denen Nutzer darauf wetten, ob bestimmte Wörter oder Phrasen in öffentlichen Auftritten fallen.
Kalshi teilte mit, die interne Überwachung habe ungewöhnliche Handelsmuster entdeckt und die betreffenden Transaktionen an die CFTC weitergeleitet; die Plattform kooperiere mit der Behörde. Medien nennen den Mitarbeiter als Gabriel Perez; nach diesen Berichten wurde der Angestellte im Weißen Haus administrativ beurlaubt. Offizielle Straf‑ oder Klageverfahren sind öffentlich bislang nicht dokumentiert; im CFTC‑Register findet sich mit Stand 14. August 2026 kein Eintrag zu einem konkreten Vollstreckungsverfahren gegen eine namentlich genannte Person. Aus den Berichten geht hervor, dass es um mutmaßliche Gewinne im sechsstelligen Bereich geht.
Der Fall befeuert die Debatte über die Anfälligkeit von „Mention“-Märkten für Insiderhandel. Kritiker verweisen darauf, dass der Zugang zu nichtöffentlichen Redeentwürfen, Teleprompter‑Texten oder Terminplänen mit hoher Vorhersehbarkeit verknüpft sein kann und so Manipulation erleichtert. Anbieter derartiger Kontrakte sind als Designated Contract Markets dem Commodity Exchange Act und damit strengen Überwachungs‑ und Sorgfaltspflichten unterworfen. Die CFTC hat wiederholt klargestellt, dass sie bei Verstößen einschreitet.
Tatsachen: Kalshi meldete mutmaßliche Unregelmäßigkeiten an die Commodity Futures Trading Commission; die CFTC veröffentlichte am 25. Februar 2026 eine Mitteilung zu Prediction‑Märkten. Zugeschriebene Aussagen: Angaben zur Person des Mitarbeiters, seiner Beurlaubung und zur Höhe möglicher Gewinne stammen aus Medienberichten und Unternehmensangaben. Prognosen: Ob es zu Durchsetzungsmaßnahmen oder Anklagen kommt, hängt von den laufenden Prüfungen und etwaigen Entscheidungen der CFTC und ihrer Enforcement Division ab.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).