Kultur

Coronado: Historiker Edward J. Blum analysiert die symbolische Erfindung der USA in der Revolution

In der Coronado Public Library erläuterte Edward J. Blum, Professor an der San Diego State University, wie führende Akteure der Amerikanischen Revolution mit Symbolen, Bildern und Literatur ein gemeinsames nationales Selbstverständnis formten.

In Coronado hat der Historiker Edward J. Blum an der Coronado Public Library erläutert, wie Revolutionäre die Vereinigten Staaten als politische Gemeinschaft zunächst in der Vorstellung formten. Der öffentliche Vortrag mit dem Titel „We Must All Hang Together: How Revolutionary Americans Imagined the United States into Being“ fand am 20. August 2026 um 11:00 Uhr Ortszeit statt. Laut den Ankündigungen von KPBS und der Coronado Public Library stand im Zentrum, wie visuelle und literarische Strategien während der Amerikanischen Revolution Identität stifteten – und zugleich Grenzen der Zugehörigkeit markierten.

Nach der Veranstaltungsbeschreibung zeigte Blum, dass führende Figuren der Gründungsära – darunter George Washington – Symbole wie Flaggen, Siegel und Allegorien der Freiheit gezielt nutzten, um heterogene Kolonialgesellschaften auf gemeinsame Ziele auszurichten. Zudem verwies er auf die politische Semantik von Losungen und Sinnbildern, wie sie der Revolution zugeschrieben wurden; der Satz „We must all hang together“ wird häufig Benjamin Franklin zugeschrieben. Literarische Stimmen ergänzten dieses visuelle Repertoire: Texte der versklavten Dichterin Phillis Wheatley sowie Korrespondenzen von Abigail Adams deuteten bereits auf konkurrierende Ansprüche an Freiheit und Teilhabe hin. Damit stand nicht nur die Integration, sondern auch die Auslassung bestimmter Gruppen im Fokus der Darstellung.

Die Einordnung erfolgt vor dem Hintergrund des 250. Jahrestags der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 2026, der in den USA verstärkt öffentliche Formate der Geschichtsvermittlung hervorbringt. Bibliotheken und Hochschulen dienen hier als Foren, in denen Forschungsperspektiven in allgemeinverständliche Narrative übersetzt werden. Blums Vortrag knüpfte an die Frage an, wie Nationen nicht allein über Verfassungen und Gesetze, sondern auch über Rituale, Embleme und Erzählungen entstehen.

Zu unmittelbaren politischen Auswirkungen oder curricularen Vorgaben äußerten sich die Veranstalter nicht. Die Angaben zu Datum, Ort und Inhalt beruhen auf der öffentlichen Ankündigung der Coronado Public Library sowie einem begleitenden Hinweis von KPBS und lokalen Veranstaltungskalendern; dort sind Titel, Zeit und thematischer Zuschnitt konsistent aufgeführt. Der Befund beschränkt sich daher auf die dokumentierte Themenführung des Vortrags in Coronado.

Der Fall verdeutlicht, wie Geschichtsbilder im öffentlichen Raum verhandelt werden: Als Teil lokaler Bildungsangebote verbindet die Coronado Public Library wissenschaftliche Expertise der San Diego State University mit einem breiten Publikum – in diesem Fall entlang der Frage, wie sich die Vereinigten Staaten in der Revolutionszeit über Zeichen, Worte und Vorstellungen als gemeinsame Nation herausbildeten.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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