Wissenschaft & Technik

Curiosity dokumentiert breite, flache Vertiefungen im Gestein von Mount Sharp

Die NASA berichtet am 3. September 2026, dass der Marsrover Curiosity in der Schichtfolge am Mount Sharp ungewöhnlich breite, seichte Vertiefungen und abweichende Gesteinslagen beobachtet hat; die Ursache ist noch offen und wird weiter…

Kurzmeldung

Die NASA veröffentlichte am 3. September 2026 Beobachtungen des Marsrovers Curiosity am Hang des Mount Sharp (Aeolis Mons): breitflächige, seichte Vertiefungen in der oberflächennahen Gesteinsdecke sowie lokal abweichende, graue und widerstandsfähige Lagen. Ein Kompositbild der Mikroskopkamera MAHLI, erstellt am 19. August 2026 (Sol 4989), zeigt eine etwa 1 Zentimeter messende Vertiefung als Beispiel für diese Strukturen. Anders als bei typischen Auswitterungslöchern fehlen in den neuen Vertiefungen erkennbare Relikte von härteren Einsprenglingen; die Formen sind breiter und flacher als bislang dokumentierte Pitting-Phänomene.

Das Team kombinierte mehrere Instrumente, um Struktur und Zusammensetzung zu erfassen: MAHLI lieferte eng überlappende Nahbildserien, Mastcam erstellte Stereo-Mosaike zur topografischen Einordnung, und ChemCam führte Rastermessungen zur chemischen Charakterisierung durch. Aus den Bildsätzen lassen sich digitale Höhenmodelle ableiten, die Form, Tiefe und Verteilung der Vertiefungen präziser bestimmen sollen. ChemCam, MAHLI und das Alphateilchen-Röntgenspektrometer APXS untersuchten zudem graue, raue Lagen, die sich in Textur und mutmaßlicher Chemie vom umgebenden Wirtsgestein unterscheiden und auf veränderte Ablagerungs- oder Diagenesebedingungen hindeuten könnten.

Außerhalb des unmittelbaren Arbeitsbereichs dokumentierte Mastcam prominente Aufschlüsse: Der Tafelberg Cordillera wurde mit einer umfassenden Mosaikabdeckung fotografisch erfasst; ChemCam ergänzte dies mit hochauflösenden RMI-Mosaiken, um einzelne Horizonte gezielt zu analysieren. Weiter südlich im Valle Grande wurden die Buttes Tolhuaca und Potosí beobachtet, wobei ChemCam nach Anzeichen für Kreuzlagerung und nach der Zusammensetzung eines dunklen Deckmaterials auf Potosí suchte. Innerhalb der in situ beprobten Schichtpakete zeigten sich über kurze vertikale Distanzen deutliche Textur- und Strukturwechsel, die auf schnelle Veränderungen der Ablagerungsbedingungen schließen lassen.

Das Umweltteam erhöhte parallel die Messfrequenz von REMS, Mastcam und Navcam, um eine mögliche regionale Staubstormaktivität zu überwachen; die Daten deuteten gegen Ende der Berichtsperiode auf eine Abschwächung der Staubaktivität. Die Ergebnisse sind dokumentierte Beobachtungen; belastbare Aussagen zur Genese der flachen Vertiefungen erfordern weitere Messreihen und vergleichende Analysen mit bekannten Verwitterungsprozessen auf dem Mars.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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