Michigan

El‑Sayed entschuldigt sich für Bemerkung nach Anschlag auf Temple Israel

Der demokratische Senatskandidat Abdul El‑Sayed hat sich am 29. August 2026 in Michigan öffentlich für seine Wortwahl nach dem Anschlag auf die Reformgemeinde Temple Israel entschuldigt.

Abdul El‑Sayed, demokratischer Senatskandidat in Michigan, hat sich am 29. August 2026 vor Mitgliedern des Michigan Democratic Jewish Caucus für eine frühere Formulierung nach dem Anschlag auf die Reformgemeinde Temple Israel in West Bloomfield Township entschuldigt. „I made a mistake“, sagte El‑Sayed der Darstellung von Teilnehmenden zufolge und räumte ein, die Betroffenen mit der Wendung „hurt people hurt people“ verletzt zu haben.

Der aktuelle Anlass der Entschuldigung sind anhaltende innerparteiliche Debatten über El‑Sayeds Reaktion auf den Angriff vom 12. März 2026. Nach Angaben des Federal Bureau of Investigation handelte es sich damals um einen gezielten Anschlag auf die jüdische Gemeinde. Der 41‑jährige Tatverdächtige, von Behörden als Ayman Mohamad Ghazali identifiziert, war mit einem Fahrzeug in einen Gebäudeteil gefahren und hatte Schüsse abgegeben; er starb später. Das FBI stufte die Tat als von der libanesischen Hisbollah inspirierten Terrorakt ein und legte Zeitabläufe und Ermittlungsergebnisse in Pressemitteilungen dar.

El‑Sayed hatte noch am 12. März in einer Videobotschaft das Verbrechen verurteilt, zugleich aber die Wendung „hurt people hurt people“ verwendet. Vertreter jüdischer Organisationen und zahlreiche Demokraten kritisierten dies als Relativierung. Die Attorney General von Michigan, Dana Nessel, warf El‑Sayed öffentlich vor, den Eindruck zu erwecken, Gewalt zu erklären statt sie unmissverständlich zu verurteilen.

Mit seiner Entschuldigung sucht El‑Sayed nach eigenem Bekunden das Vertrauen der jüdischen Gemeinschaft zurückzugewinnen. Er betonte zugleich die Verpflichtung des Staates zur Sicherheit jüdischer Einrichtungen. Der Vorgang hat politische Bedeutung über den Einzelfall hinaus: In einem umkämpften Senatswahlkampf in Michigan, einem Swing State, gelten Einstellungen zu Antisemitismus und zur Sicherheit jüdischer Gemeinden als wahlentscheidende Themen. Aussagen über mögliche Auswirkungen auf den Wahlkampf sind zum jetzigen Zeitpunkt Einschätzungen; belastbare neue Umfragen lagen am Tag der Entschuldigung nicht vor.

Die Darstellung des Anschlags beruht auf Mitteilungen und öffentlichen Auftritten des FBI‑Field Office Detroit im März 2026. Die Entschuldigung El‑Sayeds am 29. August wurde von US‑Medien berichtet; zusätzlich bestätigten Teilnehmende des Treffens des Michigan Democratic Jewish Caucus den Inhalt der Aussagen. Unabhängige Hinweise aus der Regionalpresse in Michigan dokumentieren zudem die anhaltende parteiinterne Debatte über El‑Sayeds Umgang mit dem Thema seit dem Frühjahr.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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