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Florida richtet 77-Jährigen – 18. Hinrichtung des Jahres

Florida hat am 20. Oktober 2026 den 77-jährigen William Reaves im Florida State Prison hingerichtet. Es ist die 18. Vollstreckung des Bundesstaats in diesem Jahr.

Florida hat am 20. Oktober 2026 die Todesstrafe gegen den 77-jährigen William Reaves vollstreckt. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde Reaves um 18:12 Uhr Ortszeit im Florida State Prison in Raiford nahe Starke für tot erklärt. Die Behörden des Florida Department of Corrections teilten mit, die Exekution sei nach Vorschrift verlaufen.

Reaves war wegen der Tötung des stellvertretenden Sheriffs Richard Raczkoski aus Indian River County verurteilt worden. Die Tat ereignete sich im September 1986. Nach mehreren Instanzen bestätigten Gerichte das Todesurteil; zuletzt wies der Florida Supreme Court Einwände ab. Ein Antrag auf eine einstweilige Aussetzung beim Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten blieb ebenfalls erfolglos. Gouverneur Ron DeSantis hatte das Todesurteil zuvor per Haftbefehl zur Vollstreckung freigegeben.

Mit der Hinrichtung von Reaves steigt die Zahl der in diesem Jahr in Florida vollstreckten Todesurteile auf 18. Damit setzt der Bundesstaat eine Serie häufiger Exekutionen fort. Nach Zählungen von Medien und Beobachtern hatte Florida im Vorjahr einen Höchststand mit 19 Hinrichtungen erreicht. In anderen US-Bundesstaaten ist die Zahl der Vollstreckungen zuletzt eher gesunken.

Menschenrechtsorganisationen, Strafrechtler und kirchliche Gruppen kritisierten die Hinrichtung im Vorfeld, unter anderem wegen des hohen Alters von Verurteilten und Fragen zur gesundheitlichen Verhandlungsfähigkeit. Befürworter verweisen auf die rechtskräftigen Urteile und den langen Instanzenzug als Legitimation. Vor Ort war den Angaben zufolge eine Zeugenliste zugelassen; Aussagen von Angehörigen des Opfers wurden im Anschluss von lokalen Medien wiedergegeben.

Florida verwendet bei Exekutionen eine mehrteilige Injektionsprozedur. Details zum konkreten Arzneimittelprotokoll wurden von den Behörden am Dienstag nicht neu veröffentlicht. Der Vollzug erfolgte wie üblich im Hochsicherheitsgefängnis in Raiford, das für Hinrichtungen des Bundesstaats zuständig ist.

Die Hinrichtung hat über den Einzelfall hinaus Bedeutung für die laufende Debatte über die Todesstrafe in den Vereinigten Staaten. Zum einen zeigt sie, dass Florida weiterhin in kurzer Folge Haftbefehle umsetzt. Zum anderen verweist sie auf die Spannungen zwischen bundesstaatlicher Rechtsprechung und bundesrechtlichen Notaussetzungsanträgen, die häufig bis unmittelbar vor dem Termin anhängig sind. In Tallahassee und in Washington, D.C. sind dazu weitere Entscheidungen anhängig, die den künftigen Umgang mit späten Rechtsmitteln und mit Alters- sowie Gesundheitsfragen im Todesstrafenvollzug präzisieren könnten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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