Politik

Gallup: 89 Prozent der Erwachsenen in den Vereinigte Staaten sehen weit verbreitete Regierungskorruption

Gallup meldet am 2. September 2026 einen Rekordwert: 89 Prozent der Erwachsenen in den USA halten Korruption in der Regierung für weit verbreitet – zehn Punkte mehr als 2025.

Washington, D.C., 2. September 2026 – In einer neuen Erhebung berichtet Gallup, dass 89 Prozent der Erwachsenen in den USA Korruption in der Regierung als „weit verbreitet“ wahrnehmen. Das ist der höchste Wert in der seit rund zwei Jahrzehnten geführten Trendreihe und liegt zehn Prozentpunkte über dem Ergebnis des Vorjahres. Gallup veröffentlichte die Ergebnisse am 2. September 2026.

Laut Gallup ist die Einschätzung parteiübergreifend gestiegen. Den stärksten Zuwachs seit dem Vorjahr verzeichneten die Anhänger der Demokratischen Partei, doch auch bei Republikanern und Unabhängigen sind die Anteile hoch. Die Ergebnisse beruhen auf einer landesweit erhobenen Stichprobe erwachsener Personen; Angaben zur Auswahl, Gewichtung und Fehlerspanne sind in den Gallup-Unterlagen dokumentiert. Gallup weist zudem darauf hin, dass internationale Vergleiche für 2026 erst nach Abschluss der Datenerhebung möglich sind.

Wichtig für die Einordnung: Der Indikator misst die Wahrnehmung von „weit verbreiteter Korruption“ und keine nachgewiesenen Straftaten. Solche Stimmungswerte können sich in kurzer Zeit verändern – etwa durch politische Konflikte, umfangreiche Medienberichterstattung oder prominente Ermittlungsfälle. In den Vereinigten Staaten verteilt sich die Zuständigkeit für Korruptionsbekämpfung auf mehrere Ebenen: Bundesbehörden und der Justizapparat verfolgen konkrete Fälle, im Kongress gelten eigene Ethik- und Transparenzregeln, und auch auf Ebene der Bundesstaaten existieren ergänzende Vorschriften.

Politisch birgt der Rekordwert Risiken: Eine so ausgeprägte Wahrnehmung von Korruption kann das Vertrauen in staatliche Institutionen untergraben und die Bereitschaft zur politischen Beteiligung dämpfen. Zugleich erhöht sie den Druck auf Verantwortliche in Washington, D.C., bestehende Kontrollmechanismen sichtbar zu nutzen und Reformen – etwa bei Offenlegungspflichten, Lobbytransparenz und Aufsicht – zu prüfen. Parteien und Interessengruppen können die Daten aufgreifen, um eigene Prioritäten zu unterstreichen; ob daraus tragfähige institutionelle Änderungen folgen, bleibt eine offene Frage und hängt von konkreten Gesetzesinitiativen und ihrer Umsetzung ab.

Die hier berichteten Befunde stammen aus der Gallup-Veröffentlichung vom 2. September 2026. Darüber hinausgehende Kausalzuordnungen oder strafrechtliche Bewertungen lassen sich aus dem Wahrnehmungsindikator allein nicht ableiten und erfordern die Prüfung einzelner Ermittlungen oder Gerichtsakten.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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