Kernaussage: Die von PressTV verbreitete Behauptung, Indiana sei neun Tage lang flächendeckend ohne Strom gewesen und dies gehe auf gestiegene Energiepreise wegen eines Krieges gegen den Iran zurück, ist nicht haltbar. Nachprüfbare Primärdaten belegen sturmbedingte, regional begrenzte Ausfälle in der zweiten Augusthälfte 2026 mit gestaffelter Wiederherstellung – keinen zusammenhängenden, landesweiten Blackout über neun Tage.
Belege aus Primär- und Nahquellen: Aggregierte Ausfallübersichten wie PowerOutage.us zeigen in mehreren Wellen deutliche, zeitweise sechsstellige Kundenzahlen ohne Strom in Teilregionen Indianas. Versorgerberichte und Karten von Duke Energy und AES Indiana dokumentieren Ausfälle vor allem rund um den 10. bis 13. August. Duke Energy meldete am 12. August umfangreiche Reparaturen im Gebiet Greater Cincinnati, zu dem auch Countys im Südosten von Indiana gehören; parallel illustrieren die Live-Karten von AES Indiana Störungen im Raum Indianapolis. Lokale Medien wie Fox19 berichteten am 12. August von mehr als 120.000 betroffenen Duke-Energy-Kunden im Großraum, während regionale Sender Schäden in Indiana bestätigten, etwa in Pike County. Weitere Anbieter in Indiana, darunter NIPSCO, verzeichneten im Nordwesten des Bundesstaats ebenfalls Ausfälle laut den Ausfallkarten.
Ursachenlage: Die dokumentierten Ursachen sind meteorologischer Natur. Meldungen der Versorger und Bildmaterial lokaler Medien nennen umgestürzte Bäume, gerissene Leitungen, beschädigte Transformatoren und erschwerte Zugänge für Reparaturteams. Die Indiana Utility Regulatory Commission (IURC) verweist in ihren Hinweisen zu Versorgungsunterbrechungen auf standardisierte Wiederherstellungsprioritäten nach Unwettern. Ein unmittelbarer Kausalzusammenhang zwischen globalen Energiepreisen und den konkreten lokalen Netzausfällen in Indiana ist aus diesen Quellen nicht ableitbar.
Geopolitische Spannungen können Energiepreise beeinflussen; daraus folgt jedoch nicht, dass Verteilnetze in den USA über Tage landesweit zusammenbrechen. Für Indiana liegen keine amtlichen Notfallverfügungen oder konsistenten Versorgerangaben vor, die einen neun Tage andauernden, staatweiten Stromausfall belegen. Die PressTV-Formulierung überdehnt kausale Zusammenhänge und bleibt ohne belastbare Primärnachweise.
Bewertung: Die behauptete Dauer und Ursache sind unbelegt bzw. irreführend. Tatsächlich gab es Mitte August 2026 in Indiana schwere, regional unterschiedliche Sturmschäden mit teils mehrtägigen Unterbrechungen und schrittweiser Wiederherstellung. Die Lage wurde von Versorgern und Behörden beobachtet und bearbeitet; ein landesweiter neuntägiger Blackout ist nicht nachweisbar.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).