Maine

Jackson bereut „Shut up“ an Collins nach Protest bei Maine-Debatte nicht

Beim letzten TV-Duell in Bangor warf Susan Collins dem Störer Nähe zu Troy Jackson vor. Jackson wies das zurück und sagte später, er bereue seine scharfe Entgegnung nicht.

Troy Jackson, demokratischer Herausforderer im US‑Senatsrennen in Maine, verteidigt seine Replik „Oh, shut up“ an Amtsinhaberin Susan Collins. Auslöser war ein Zwischenruf bei der letzten Fernsehdebatte am 15. Oktober im Gracie Theatre der Husson University in Bangor. Ein Mann im Publikum unterbrach Collins mit Protest gegen den Bau von KI‑Datenzentren. Collins ordnete den Störer im Anschluss als „offensichtlich“ einen Unterstützer Jacksons ein. Jackson widersprach unmittelbar und sagte auf der Bühne: „Oh, shut up. I don’t even know that kid.“

In einem am 18. Oktober ausgestrahlten Interview bekräftigte Jackson, er bedaure seine Wortwahl nicht. Er habe auf eine aus seiner Sicht unbelegte Unterstellung reagiert. Belege für eine organisatorische oder finanzielle Verbindung zwischen dem Protestierenden und Jacksons Wahlkampf liegen nach jetzigem Stand nicht vor. Eine Klima‑Aktivistengruppe bekannte sich laut Regionalmedien zu der Störung; deren Angaben lassen keine direkte Verbindung zu einem der beiden Wahlkampfteams erkennen.

Die Debatte wurde von Maine Public, News Center Maine und dem Portland Press Herald gemeinsam ausgerichtet und per Livestream sowie in regionalen Sendern übertragen. Videoausschnitte und Berichte lokaler und nationaler Medien dokumentieren die Szene und die Wortwechsel. Der Vorfall ereignete sich rund drei Wochen vor dem Wahltermin am 3. November 2026 und rückte Fragen nach Tonlage und Umgangsformen im Wahlkampf in den Vordergrund. Verlässliche Aussagen zu unmittelbaren Effekten auf Umfragen liegen derzeit nicht vor.

Zuschreibungen und Bewertungen bleiben umstritten: Collins nutzte den Vorfall, um die Gegenseite in die Verantwortung zu nehmen. Jackson stellte dem seine Zurückweisung der Nähe zu dem Störer entgegen und versuchte, das Thema auf inhaltliche Streitpunkte zu lenken. Beide Kampagnen reklamierten im Nachgang die eigene Standfestigkeit. Fest steht der Ablauf: Unterbrechung der Debatte durch einen Protestierenden, die Zuordnung durch Collins, Jacksons spontane Replik und seine spätere Bestätigung, daran nichts zu bereuen.

Das Rennen um den Senatssitz in Maine gilt seit Monaten als umkämpft. Der Zeitpunkt und die breite Verbreitung des Debattenmitschnitts dürften dem Vorgang über den Bundesstaat hinaus Aufmerksamkeit verschaffen. Ob die Episode den Abstimmungsentscheid vieler Wählerinnen und Wähler tangiert, ist offen und kann erst nach der Wahl beurteilt werden.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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