Gesellschaft

Jüdische Gemeinden in den Vereinigte Staaten gaben 2025 mehr als 1 Milliarde Dollar für Sicherheit aus

Nach Angaben der Jewish Federations of North America beliefen sich die Sicherheitsausgaben jüdischer Institutionen 2025 auf 1,015 Milliarden US‑Dollar; JFNA und Bundesdaten nennen einen Anstieg im Vorjahresvergleich und fordern mehr Bundesmittel.

Der Nachrichtenanlass: Laut einer aktuellen Veröffentlichung der Jewish Federations of North America (JFNA) haben jüdische Einrichtungen in den Vereinigten Staaten im Kalenderjahr 2025 erstmals mehr als 1 Milliarde US‑Dollar für Sicherheitsmaßnahmen ausgegeben. Die JFNA beziffert die Summe auf 1,015 Milliarden US‑Dollar; die Mitteilung erschien Anfang September 2026, wenige Tage vor dem Beginn der jüdischen Hohen Feiertage. Die Angabe stützt sich nach JFNA‑Darstellung auf eine Auswertung von Bundesförderdaten, Befragungen von Einrichtungen und Branchenbenchmarks. ([jewishfederations.org](https://www.jewishfederations.org/blog/all/jewish-community-security-spending-surpasses-1-billion-new-data-shows-525965?utm_source=openai))

Kernaussage und belegte Zahlen: Die JFNA nennt für 2025 einen Anstieg der Ausgaben um rund 33 Prozent gegenüber 2024 und einen durchschnittlichen Aufwand von etwa 225.000 US‑Dollar pro Einrichtung. Die Organisation verweist zudem auf FBI‑Daten, nach denen jüdische Personen 2025 unverändert einen Großteil der religiös motivierten Hassdelikte betrafen. Die JFNA stellt die Höhe der Ausgaben in einen politischen Zusammenhang und fordert eine Aufstockung des bundesstaatlichen Nonprofit Security Grant Program (NSGP). ([jewishfederations.org](https://www.jewishfederations.org/blog/all/jewish-community-security-spending-surpasses-1-billion-new-data-shows-525965?utm_source=openai))

Hintergrund und Einordnung: Die Erhebung folgt auf eine Reihe gewaltsamer Anschläge und antisemitischer Übergriffe in den Jahren 2024 und 2025, die bundesweite Debatten über Schutzkonzepte für Religionsgemeinschaften angestoßen haben. Nach Angaben der JFNA finanzieren Gemeinden mit dem Geld Videoüberwachung, Zugangssicherung, bauliche Schutzmaßnahmen und private Sicherheitsdienste; genaue Aufschlüsselungen (etwa Anteil Personal versus Technik) nennt die JFNA nicht in ihrem Kurzbericht. Experten und lokale Verbände hatten in den vergangenen Monaten wiederholt über die Belastung für kleinere Gemeinden und Schulen geklagt, deren Haushalte durch die Sicherheitskosten stark strapaziert werden. ([ejewishphilanthropy.com](https://ejewishphilanthropy.com/new-jfna-study-american-jewish-community-spends-over-1-billion-on-security-each-year/?utm_source=openai))

Politische Folgen und Forderungen: JFNA‑Vertreter, darunter Präsident Eric Fingerhut, nutzen die Zahlen zur Unterstützung der Initiative „Jewish American Security Act“, die eine dauerhafte Finanzierung des NSGP in Höhe von einer Milliarde US‑Dollar fordert. Befürworter argumentieren, staatliche Mittel müssten ausgeweitet und die Förderbedingungen vereinfacht werden; Kritiker warnen vor langfristigen Abhängigkeiten und fordern zugleich bessere Datenerfassung über Wirkung und Kosten. Konkrete Gesetzesbeschlüsse liegen bisher nicht vor; entsprechende Debatten im Kongress werden in den verbleibenden Haushaltsverfahren erwartet. ([jewishobservernashville.org](https://www.jewishobservernashville.org/article/2026/05/jewish-leaders-encourage-congress-to-increase-funding-for-security-program-introduce-jewish-american-security-act?utm_source=openai))

Tatsachen, zugeschriebene Aussagen und Prognosen wurden getrennt behandelt: Zahlen und Daten werden der JFNA und dem FBI zugeschrieben; Forderungen und politische Bewertungen werden JFNA‑Vertretern und Kongressdiskussionen zugeordnet. Ob die Bundesregierung die beantragte NSGP‑Aufstockung gewährt, bleibt offen und hängt von weiteren Haushaltsverhandlungen ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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