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Kaliforniens Oberstes Gericht verhandelt über Beschlagnahme von rund 650.000 Stimmzetteln

Der Supreme Court of California verhandelte am 24. August 2026 in San Francisco, ob Riverside County Sheriff Chad Bianco die im März 2026 beschlagnahmten rund 650.000 Stimmzettel aus der Sonderwahl im November 2025 an…

Kurzmeldung

Der Supreme Court of California hörte am 24. August 2026 in San Francisco mündliche Argumente in zwei zusammengeführten Verfahren über die Rechtmäßigkeit der Beschlagnahme von Wahlunterlagen durch den Riverside County Sheriff Chad Bianco. Gegenstand sind nach Angaben des Gerichts und verfügbarer Akten etwa 650.000 Stimmzettel aus der Sonderwahl vom November 2025 zur Neuziehung von Kongresswahlbezirken (Proposition 50). Kernfrage ist, ob die Sicherstellung der Unterlagen durch Strafverfolgungsmaßnahmen mit dem California Elections Code vereinbar war, der die Verwahrung, Unversehrtheit und den Umgang mit Wahlmaterial regelt.

Die Fälle betreffen sowohl die Zulässigkeit der ergangenen Durchsuchungsbefehle als auch die Frage, ob der Generalstaatsanwalt gegenüber dem Sheriff ein Weisungsrecht ausüben darf. Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats, vertreten durch Attorney General Rob Bonta, hat sich laut eingereichten Schriftsätzen für die Rückgabe der Unterlagen an die zuständige Wahlbehörde ausgesprochen und zuvor angeordnet, die Ermittlungen einzustellen. Kläger in einem Verfahren sind unter anderem das UCLA Voting Rights Project; sie beklagen, die Beschlagnahme habe die gesetzlich normierte Zuständigkeit der Wahlverwaltung und die Kette der Verwahrung verletzt und damit das Vertrauen in die Durchführung von Wahlen geschädigt.

Vertreter des Sheriffs argumentierten dagegen, die Maßnahmen seien durch gerichtliche Anordnungen gedeckt gewesen und dienten der Aufklärung mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten. In den öffentlich zugänglichen Akten und Berichten traten zudem Streitfragen zur Bandbreite staatlicher Eingriffsbefugnisse bei Ermittlungen zutage und zur Auslegung spezifischer Schutzvorschriften des California Elections Code.

Das Gericht gab am Montag keine sofortige Entscheidung bekannt; Urteile in vergleichbaren Fällen werden häufig innerhalb von Wochen bis Monaten nach der Verhandlung veröffentlicht. Eine Anordnung zur Rückgabe der Unterlagen würde die Handlungsfreiheit von County‑Sheriffs bei eigenständigen Sicherstellungen von Wahlmaterial deutlich beschränken; eine abweichende Entscheidung könnte Ermittlern weiteren Raum geben, Wahlunterlagen im Verlauf von Untersuchungen zu sichern. Der Fall hat über den Einzelfall hinaus Bedeutung für die Abgrenzung zwischen Wahlverwaltung und Strafverfolgung in Kalifornien.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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