Florida

Key West: Border Patrol verhaftet 48-Jährigen – Sohn dient auf der USS Abraham Lincoln

Am Samstag, 22. August 2026, hat die Border Patrol in Key West, Florida, den 48-jährigen Luis Manuel Aviles festgenommen. Nach Angaben des Department of Homeland Security befindet er sich in ICE-Gewahrsam; ein Militärangehöriger in…

Am Samstag, 22. August 2026, hat die Border Patrol in Key West, Florida, den 48-jährigen Luis Manuel Aviles festgenommen. Nach Angaben des Department of Homeland Security (DHS) wurde er in die Obhut von Immigration and Customs Enforcement (ICE) überstellt. In einer von US-Medien zitierten Stellungnahme hieß es: Having a family member in the military is not a free pass to violate our nation’s laws. Weitere amtliche Einzelheiten zu einem anstehenden Verfahren wurden zunächst nicht bekannt.

Die Ehefrau, Argelia Aviles, schilderte, ihr Mann habe das Auto zur Werkstatt bringen wollen, als die Beamten einschritten. Die Familie gab an, Luis Manuel Aviles lebe seit 19 Jahren in den Vereinigten Staaten, arbeite in Key West als Handwerker und verfüge über eine Arbeitserlaubnis. Zugleich verwies sie darauf, dass der Sohn, Joshua Aviles, seit Monaten auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln dient. Eine unmittelbare Bestätigung der genannten aufenthalts- und arbeitsrechtlichen Angaben durch die Behörden lag den Berichten zufolge nicht vor.

Zuständig für die Festnahme im Grenzvollzug ist die Border Patrol, eine Einheit der Zoll- und Grenzschutzbehörde im DHS; die anschließende Haft und etwaige Abschiebung obliegen ICE. Rechtlich bestehen für enge Angehörige von US-Soldaten Ermessensspielräume. Das Programm Military Parole in Place kann unter bestimmten Voraussetzungen vorläufigen Schutz gewähren, ist jedoch kein automatischer Status und wird von den Einwanderungsbehörden fallbezogen geprüft. Ob und in welcher Form diese Optionen im Fall Aviles beantragt oder geprüft wurden, blieb zunächst offen.

Der Vorgang fügt sich in eine Reihe jüngst berichteter Fälle, in denen Angehörige von im aktiven Dienst stehenden Soldatinnen und Soldaten von Einwanderungsbehörden in Gewahrsam genommen wurden. Befürworter einer strikten Vollzugslinie verweisen auf die Durchsetzung des Bundesrechts; Kritiker warnen vor Belastungen für Militärfamilien und möglichen Auswirkungen auf Personalgewinnung und -bindung in den Streitkräften. Das Pentagon verwies Medienanfragen an die US Navy, die sich zunächst nicht äußerte.

Nach übereinstimmenden Berichten befand sich Luis Manuel Aviles am Sonntag weiterhin in ICE-Gewahrsam. Angaben zu einem ersten Anhörungstermin vor einem Einwanderungsgericht oder zum genauen Haftort lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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