Das US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture) treibt die Neuordnung des Forest Service trotz eines gerichtlichen Zwischenstopps weiter voran. Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins sagte am 22. Oktober 2026, die Behörde gehe „full-bore ahead“ mit den Vorbereitungen. Kernpunkte sind die Verlegung der Forest Service-Hauptverwaltung von Washington, D.C., nach Salt Lake City und die Umstellung von regionalen Büros auf ein stärker bundesstaatorientiertes Führungsmodell.
Ein Bundesbezirksgericht hatte am 13. Oktober 2026 bestimmte Maßnahmen per einstweiliger Verfügung ausgesetzt. Nach den Gerichtsunterlagen steht insbesondere die Frage im Raum, ob für die Umstrukturierung zweckgebundene Haushaltsmittel ohne Zustimmung des Kongresses umgewidmet würden. Die Verfügung richtet sich an das Ministerium und dessen leitende Amtsträger und bleibt bis zu einer weiteren Entscheidung in Kraft.
Das Ministerium hatte die Pläne am 31. März 2026 in einer Pressemitteilung öffentlich gemacht. Dort nennt es Salt Lake City als künftigen Hauptsitz und skizziert eine Zusammenlegung von Forschungskapazitäten. In der politischen Debatte ist von bis zu 23 betroffenen Forschungseinrichtungen die Rede. Offiziell spricht das Ministerium von Konsolidierung und Effizienzgewinnen sowie einer stärkeren Verankerung in den waldgeprägten Regionen des Westens der Vereinigten Staaten.
Kritik kommt von Forschenden, Gewerkschaften und mehreren Abgeordneten, die vor dem Verlust langfristiger Messreihen und gebündelter Expertise warnen. Sie verweisen darauf, dass die Nähe zu Ministerien und zuhaushaltsrelevanten Gremien in Washington, D.C., für die Koordination von Waldschutz, Forschung und Katastrophenhilfe zentral sei. Befürworterinnen und Befürworter der Verlagerung, darunter Vertreter westlicher Bundesstaaten, erwarten dagegen eine straffere Steuerung, kürzere Wege zur Einsatzpraxis und eine bessere Abstimmung mit Landesbehörden.
Rollins kündigte an, die Rechtsmittel sorgfältig zu prüfen, betonte aber zugleich, der Apparat werde die Reformschritte weiter vorbereiten, soweit dies rechtlich zulässig sei. Ob der Umbau in der geplanten Form umgesetzt werden kann, hängt nun von weiteren Gerichtsentscheidungen und möglichen Eingriffen des Kongresses ab. Die Auseinandersetzung hat damit über den Verwaltungsumbau hinaus grundsätzliche Bedeutung für die Budgethoheit und die Kontrolle großangelegter Behördenreformen.
Die Pläne werden der Regierungsagenda der Trump-Regierung zugerechnet. Maßgebliche Bezugspunkte der Kontroverse sind die USDA-Pressemitteilung vom 31. März 2026 und der Gerichtsbeschluss vom 13. Oktober 2026, die Anlass, Umfang und Grenzen des Vorhabens dokumentieren.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).