Politik

Lesegeräte erkennen Stimmzettel in Westchester County nicht

Technische Probleme behindern bei der amerikanischen Kongresswahl die Erfassung von Stimmen in Westchester County. Die Abstimmung geht weiter; betroffene Stimmzettel sollen gesichert und später ausgezählt werden.

Westchester County – 03.11.2026: Bei den amerikanischen Kongresswahlen haben technische Probleme in Westchester County im Bundesstaat New York die Erfassung von Stimmzetteln gestört. Lesegeräte nahmen am Dienstag Papierstimmzettel nicht an. Die Stimmabgabe wurde nach Angaben der örtlichen Wahlverwaltung dennoch fortgesetzt. Betroffene Zettel sollten gesichert und später ausgezählt werden. Ein Teil des Countys gehört zu einem umkämpften Wahlkreis für das Repräsentantenhaus.

Ursache der Störung ist nach Angaben der Wahlbehörde des Bundesstaats eine nachträgliche Änderung der Wahlsoftware. Die Geräte waren demnach bereits vorbereitet und geprüft worden, bevor eine Änderung bei einer lokalen Wahl die Aktualisierung erforderlich machte. Anschließend erkannten die Lesegeräte die am Wahltag ausgefüllten Stimmzettel nicht mehr, berichtete die Nachrichtenagentur Associated Press unter Berufung auf die Behörde.

Die Wahlverwaltung von Westchester erläuterte das Notverfahren in einer über die Gemeinde Pleasantville verbreiteten Mitteilung: Betroffene Stimmzettel würden in orangefarbenen Notfallbeuteln aufbewahrt, gesichert und überwacht. Ihre Auszählung solle nach den geltenden Verfahren erfolgen. Wählerinnen und Wähler wurden aufgefordert, in den Wahllokalen zu bleiben und ihre Stimmzettel auszufüllen. Die technische Störung verhinderte nach diesen Angaben also nicht die Abgabe der Stimme, sondern deren unmittelbare maschinelle Erfassung.

Die Behörden des Bundesstaats arbeiteten laut Associated Press mit der örtlichen Wahlverwaltung daran, in jedem Wahllokal mindestens ein Lesegerät wieder betriebsbereit zu machen. Ken Jenkins, der Verwaltungschef von Westchester County, kündigte eine Untersuchung unter Beteiligung beider großer Parteien an. Wie viele Stimmzettel betroffen waren und wie stark sich die Auszählung verzögern könnte, war zunächst nicht belastbar beziffert.

Ein Teil von Westchester liegt im 17. Kongresswahlkreis New Yorks. Dort tritt der republikanische Abgeordnete Mike Lawler erneut an; seine demokratische Herausforderin ist Cait Conley. Der Bezirk zählt zu den umkämpften Wahlkreisen, deren Ergebnisse für die Mehrheit im Repräsentantenhaus relevant sein können. Ein Wahlergebnis lag zum Berichtsstand nicht vor. Aus der technischen Störung allein lässt sich keine Aussage über den Ausgang dieses Rennens ableiten.

Landesweit werden sämtliche 435 Sitze des Repräsentantenhauses neu vergeben, außerdem stehen 35 Senatssitze zur Wahl. Beide Kammern werden bislang von den Republikanern kontrolliert. Die Abstimmung bestimmt damit, auf welche parlamentarischen Mehrheiten Präsident Donald Trump in den verbleibenden zwei Jahren seiner Amtszeit bauen kann. In 36 Bundesstaaten werden zudem Gouverneure gewählt.

Die Mehrheitsverhältnisse im Kongress müssen nicht schon am Wahlabend feststehen. Associated Press verweist auf die Kongresswahl von 2022: Damals konnte die Nachrichtenagentur die Kontrolle über den Senat erst vier Tage nach der Abstimmung zuordnen. Beim Repräsentantenhaus dauerte es acht Tage.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Übernommen aus dem Nachrichten.fr-Newsdesk. Originalartikel

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