Bei US-geführten Angriffen auf Ziele im Iran am 1. und 2. September 2026 soll nach iranischen Angaben ein Wohnhaus in Kuhestak in der Provinz Hormozgan getroffen worden sein, in dem eine Hochzeitsgesellschaft feierte. Iranische Behörden und der Iranische Rote Halbmond meldeten am 2. September zwischen vier und fünf Tote sowie Dutzende Verletzte; teils ist von bis zu 68 Verwundeten die Rede. Unabhängige Bestätigungen der Opferzahlen lagen zunächst nicht vor.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) erklärte, US-Kräfte hätten in der Nacht zu Mittwoch eine Serie von Schlägen gegen iranische Luftabwehrstellungen, Radarsysteme, maritime Einrichtungen, Anlagen zur Minenverlegung und Kommunikationsinfrastruktur ausgeführt. Auf Berichte über einen Treffer in einem Wohnhaus reagierte ein Sprecher mit dem Hinweis, man sei sich der Angaben aus iranischen Quellen bewusst und prüfe diese. Die US-Seite betonte, sie greife keine Zivilpersonen gezielt an.
Teheran verurteilte den Vorfall scharf. Das Außenministerium und Vertreter der Islamischen Revolutionsgarden sprachen von einem Kriegsverbrechen und kündigten Gegenmaßnahmen an. In regionalen Medienberichten ist von weiteren Gefechten und Angriffen in der Folge die Rede. Bereits zuvor hatten die Spannungen im Umfeld der Straße von Hormuz zu Unterbrechungen im Schiffsverkehr geführt.
Zu Hergang und Zielauswahl liegen derzeit abweichende Darstellungen vor. Während iranische Behörden den Einschlag in Kuhestak als Beleg für zivile Opfer werten, bestätigen US-Militärverlautbarungen bislang lediglich Angriffe auf militärische Infrastruktur. Die Diskrepanz in den Zahlen und im Lagebild erklärt sich auch dadurch, dass ein Teil der Informationen aus staatlichen iranischen Quellen und von Augenzeugen stammt, während unabhängige Untersuchungen noch ausstehen.
Politisch erhöht der mutmaßliche Treffer einer Hochzeitsgesellschaft den Druck auf alle Beteiligten: Internationale Partner äußerten Besorgnis über die Eskalation, in der Region wurden Alarmbereitschaft und Schutzmaßnahmen für den Schiffsverkehr verstärkt. Völkerrechtliche Fragen nach Verhältnismäßigkeit, Zielidentifikation und dem Schutz von Zivilpersonen rücken erneut in den Mittelpunkt. Ob und in welchem Umfang der Vorfall in Kuhestak durch neutrale Ermittlungen belegt wird, bleibt eine offene Frage. CENTCOM und iranische Behörden veröffentlichten am 1. und 2. September weitere Mitteilungen; belastbare, von beiden Seiten anerkannte Details zu Täterschaft, Zieltyp und exakten Opferzahlen standen bis Redaktionsschluss nicht fest.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).