Maryland

Maryland: Gericht nimmt Redistricting-Verfassungsänderung vom Stimmzettel für November 2026

Ein Richter am Circuit Court for Anne Arundel County untersagte, eine von Demokraten vorangetriebene Verfassungsänderung zur Neuordnung der Kongresswahlbezirke in Maryland auf den Stimmzettel der Wahl im November 2026 zu setzen. Der Staat legte…

Ein Richter am Circuit Court for Anne Arundel County hat am 26. August 2026 entschieden, dass eine von der demokratisch dominierten Legislative verabschiedete Verfassungsänderung zum Zuschnitt künftiger Kongresswahlbezirke nicht auf den Stimmzettel der landesweiten Wahl im November 2026 darf. Das Gericht begründete den Stopp damit, dass gesetzliche Einreichungs- und Veröffentlichungsfristen für landesweite Abstimmungsfragen nicht eingehalten worden seien und die Zusammenfassung der Frage für Wähler irreführend formuliert sei. Der Staat kündigte umgehend Rechtsmittel an; die Sache liegt nun beim Supreme Court of Maryland.

Die Vorlage zielte darauf, die Maßstäbe für die Einteilung politischer Wahlkreise in Maryland neu zu fassen. Kern war eine Abgrenzung der für Parlaments- und für Kongresswahlbezirke geltenden Kriterien, insbesondere zu Kompaktheit und der Beachtung politischer und geografischer Grenzen. Unterstützer in Annapolis sprachen von einer rechtlichen Klarstellung nach früheren Verfahren; Gegner – darunter Republikaner und konservative Klägergruppen – warnten vor einer Tür zur Neuzuordnung („redistricting“) zugunsten der Mehrheitspartei vor den Kongresswahlen 2028. Gouverneur Wes Moore hatte die gesetzliche Vorlage zur Vorlage an die Wählerschaft Anfang August unterzeichnet.

Nach Darstellung des Gerichts verstieß die Einbringung der Abstimmungsfrage gegen Fristen der Maryland State Board of Elections und des State Department, die eine rechtzeitige Zertifizierung und Veröffentlichung verlangen. Zudem habe die eingereichte Zusammenfassung zentrale Wirkungen der Verfassungsänderung nicht hinreichend klar benannt. Ob die Frage doch noch auf die Stimmzettel gelangt, hängt von der anstehenden Entscheidung des Supreme Court of Maryland ab. Bis dahin gilt der Stopp.

Die Auseinandersetzung hat unmittelbare Folgen für den Wahlkalender und die Vorbereitung der County‑Wahlbehörden. Bestätigt das höchste Gericht die Entscheidung, entfällt die Abstimmung über die Verfassungsänderung im November 2026; ein gegenteiliger Beschluss könnte eine kurzfristige Wiedereinsetzung auf den Stimmzettel erzwingen. Politisch geht es um die Spielräume der Legislative beim Zuschnitt der acht Kongresswahlbezirke in Maryland und um die Frage, inwieweit bundes- und landesrechtliche Schranken eine Neuordnung in der Dekadenmitte zulassen. Welche Auswirkungen dies auf die Zusammensetzung der Delegation ab 2028 hätte, ist offen und hängt von weiteren Gerichtsentscheidungen und möglichen Folgeverfahren ab.

Tatsächliche Feststellungen betreffen hier die festgestellten Fristverstöße und die Bewertung der Wählerinformation als irreführend; politische Bewertungen zu Gewinnern und Verlierern sind Zuschreibungen der Parteien und Prozessbeteiligten und bleiben vom Ausgang des Berufungsverfahrens abhängig.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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