Washington – 03.11.2026: Mehr als 58 Millionen Amerikaner haben bei den Zwischenwahlen bereits vor dem Wahltag ihre Stimme abgegeben. Das berichtet Franceinfo am Dienstagmorgen. Am 3. November entscheiden die Wähler über die Zusammensetzung des Kongresses und zahlreiche Gouverneursämter. Für Präsident Donald Trump geht es darum, unter welchen politischen Mehrheitsverhältnissen er seine verbleibenden beiden Amtsjahre bestreiten wird. Einen Hinweis auf den Wahlausgang liefert die Zahl der vorzeitig abgegebenen Stimmen allerdings nicht.
Die Nachrichtenagentur Associated Press hatte für den 2. November mehr als 57 Millionen bereits abgegebene Stimmen gemeldet. Ihre Erhebung umfasste 47 Bundesstaaten und den Bundesdistrikt Washington. Zum entsprechenden Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen 2022 waren es der Agentur zufolge knapp 44,5 Millionen Stimmen gewesen, damals aus 49 Bundesstaaten und dem Bundesdistrikt. Die Zahlen sprechen für eine starke Nutzung der vorzeitigen Stimmabgabe, sind wegen der unterschiedlichen geografischen Abdeckung aber nur eingeschränkt vergleichbar.
Hinzu kommt die Unterscheidung zwischen einem Zwischenstand und der abschließenden Gesamtzahl. Nach einem Bericht von Associated Press aus dem Oktober wurden 2022 insgesamt mehr als 58 Millionen Stimmen vor dem Wahltag abgegeben. Ob dieser Wert 2026 bereits übertroffen wurde, lässt sich anhand der gerundeten aktuellen Angaben nicht sicher feststellen. Die vorzeitige Stimmabgabe umfasst sowohl persönlich abgegebene Stimmen als auch Briefwahlunterlagen.
Neu vergeben werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie ein Teil der Sitze im Senat. Beide Kammern bilden gemeinsam den Kongress, ihre Mehrheiten werden jedoch getrennt bestimmt. Für Trump ist deren Zusammensetzung wesentlich: Sie beeinflusst, welche Gesetze und politischen Vorhaben er durchsetzen kann. Die Zwischenwahlen sind keine erneute Präsidentenwahl; sie finden in der Mitte seiner vierjährigen Amtszeit statt.
Neben den Kongresswahlen stehen nach Angaben von Le Monde 36 Gouverneursposten zur Abstimmung. Dabei geht es um die politische Führung der jeweiligen Bundesstaaten. In mehreren Staaten entscheiden die Wähler außerdem über Sachfragen. Hinter der landesweiten Zahl bereits abgegebener Stimmen stehen somit unterschiedliche Abstimmungen, deren Ergebnisse jeweils gesondert ermittelt werden. Aus der bloßen Beteiligungszahl lässt sich weder ein Gewinner einzelner Rennen noch eine künftige Mehrheit in einer der beiden Kongresskammern ableiten.
An der Ostküste öffnen zahlreiche Wahllokale laut Le Monde am 3. November um 6 Uhr Ortszeit, entsprechend 12 Uhr in Paris. Wegen der verschiedenen Zeitzonen schließen die Wahllokale nicht überall gleichzeitig. Vorläufige Ergebnisse werden deshalb schrittweise erwartet. Bei knappen Rennen kann die Auszählung länger dauern, unter anderem wegen der Bearbeitung von Briefwahlstimmen. Erste gemeldete Resultate sind zudem von den amtlich bestätigten Ergebnissen zu unterscheiden. Für deren Bestätigung gelten die jeweiligen Verfahren und Zeitpläne der Bundesstaaten.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).