Gesellschaft

Mehrere Colleges der Vereinigten Staaten überschreiten 100.000 Dollar Jahreskosten für 2026/27

Erstmals weisen mehrere private Hochschulen in den USA für 2026/27 eine Cost of Attendance von über 100.000 Dollar aus. Offizielle College-Seiten und Studien bestätigen den Trend.

Mehrere private Hochschulen in den USA haben für das akademische Jahr 2026/27 Gesamtkosten pro Student über 100.000 Dollar veröffentlicht. Die ausgewiesene Cost of Attendance umfasst neben Studiengebühren auch Unterkunft, Verpflegung, Gebühren sowie geschätzte persönliche Ausgaben. Offizielle Angaben einzelner Colleges belegen den Sprung über die sechsstellige Marke.

Zu den Einrichtungen mit entsprechend publizierten Werten zählen das Claremont McKenna College und das Harvey Mudd College; beide nennen für 2026/27 eine Cost of Attendance oberhalb von 100.000 Dollar auf ihren Websites. Solche College-Angaben sind der maßgebliche Referenzpunkt, weil sie die für die Studienfinanzierung relevante Gesamtkalkulation der Institute wiedergeben.

Unabhängige Zusammenstellungen verweisen für 2026/27 auf eine niedrige zweistellige Zahl weiterer Einrichtungen mit einem Listenpreis jenseits der 100.000-Dollar-Schwelle. In Medienüberblicken werden unter anderem Duke, die University of Chicago und die New York University genannt. Diese Übersichten beruhen auf den von den Hochschulen selbst gemeldeten Cost-of-Attendance-Daten; die einzelnen Werte lassen sich im Regelfall auf den Kostenseiten der Colleges nachvollziehen.

Gleichzeitig gilt: Der veröffentlichte Listenpreis entspricht meist nicht dem Betrag, den Studierende tatsächlich zahlen. Institutionelle Stipendien, bedarfsorientierte Hilfen und leistungsbezogene Zuschüsse reduzieren die individuelle Rechnung teils deutlich. Die College Board-Analyse „Trends in College Pricing and Student Aid“ zeigt für 2025/26, dass der mittlere Nettoaufwand an privaten Non-Profit-Hochschulen deutlich unter dem Stickerpreis liegt und sich zuletzt weniger stark erhöht hat als die veröffentlichten Bruttokosten. Diese Befunde erklären die wachsende Differenz zwischen offizieller Cost of Attendance und dem Nettoniveau vieler Haushalte.

Die aktuelle Preisschwelle ist dennoch politisch wirksam. Sie verschiebt die öffentliche Debatte hin zu Transparenz bei Preisangaben und zur Verlässlichkeit von Net-Price-Kalkulatoren, die Hochschulen bereitstellen müssen. Für Familien steigt der Bedarf an frühzeitigen, belastbaren Kostenprognosen, etwa durch die Kombination aus institutionellen Regeln zur Vergabe von Hilfen, staatlichen Förderprogrammen und individuell variierenden Wohn- und Lebenshaltungskosten. Für die Hochschulen wiederum wächst der Druck, Preisstruktur, Gebührenkomponenten und erwartbare Nachlässe nachvollziehbar offenzulegen.

Die in diesem Bericht genannten Zahlen beruhen auf öffentlich einsehbaren Kostenseiten einzelner Colleges für 2026/27 sowie auf frei zugänglichen Analysen des College Board zu Preis- und Beihilfetrends.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk