New York

Met Museum sagt Galliano-Ausstellung ab

Das Metropolitan Museum of Art in New York hat die für Frühjahr 2027 geplante Costume-Institute-Schau „John Galliano: Horizons“ abgesagt.

New York, 31. August 2026 — Das Metropolitan Museum of Art hat die für das Frühjahr 2027 geplante Ausstellung „John Galliano: Horizons“ des Costume Institute abgesagt. In einer Mitteilung des Hauses hieß es, John Galliano habe sich nach Gesprächen mit den Beteiligten entschieden, die Schau zu diesem Zeitpunkt nicht weiterzuverfolgen. Das Museum respektiere diese Entscheidung und werde über das weitere Programm zu gegebener Zeit informieren.

Die Absage betrifft die Frühjahrspräsentation des Costume Institute, die üblicherweise den thematischen Rahmen für die Met Gala bildet. „John Galliano: Horizons“ war Anfang August als zentrales Projekt der Saison bekanntgegeben worden. Die geplante Ausstellung sollte Gallianos Werk über mehrere Jahrzehnte hinweg beleuchten und auch Kontroversen in seiner Laufbahn kontextualisieren. Mit der Entscheidung entfällt zugleich die ursprünglich vorgesehene thematische Anbindung der Met Gala 2027.

Galliano zählt seit den späten 1980er-Jahren zu den prägenden Modedesignern. Anfang der 2010er-Jahre geriet er wegen antisemitischer und rassistischer Äußerungen in scharfe öffentliche Kritik; dies hatte auch juristische und arbeitsrechtliche Folgen und prägte die Bewertung seiner späteren Arbeiten. Im Vorfeld der nun abgesagten Schau war in US-Medien eine Debatte über die Angemessenheit einer Würdigung Gallianos geführt worden, darunter mit Blick auf die Perspektive jüdischer Organisationen.

Das Metropolitan Museum of Art nannte keine Details zu einer möglichen alternativen Ausstellung oder zu Anpassungen des Gala-Formats. Offen ist damit auch, ob das Costume Institute für das Frühjahr 2027 kurzfristig ein Ersatzthema präsentieren wird. Für Leihgeber, Sponsoren und beteiligte Kuratorinnen und Kuratoren bedeutet die Entscheidung zusätzlichen organisatorischen Aufwand.

Zuschreibungen und offene Punkte: Nach Museumsangaben erfolgte der Schritt auf Initiative des Designers und im Einvernehmen mit dem Haus. Weitere inhaltliche Begründungen wurden in der Erklärung nicht ausgeführt. Das Museum stellte in Aussicht, Aktualisierungen zum Programm des Costume Institute zu veröffentlichen, sobald Planungen belastbar sind.

Der Vorgang hat Bedeutung über den Museumsbetrieb hinaus: Die Met Gala gilt als wichtiger Fundraising-Termin des Hauses mit hoher öffentlicher Aufmerksamkeit. Eine Neuausrichtung von Ausstellung und Gala könnte Zeitplan, Partner und Öffentlichkeitsarbeit des Metropolitan Museum of Art im kommenden Jahr spürbar beeinflussen.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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