Das US-Zentralkommando (U.S. Central Command, CENTCOM) untersucht Berichte, wonach am 1. September in Kuhestak im Sirik County in der Provinz Hormozgan ein Wohnhaus mit einer Hochzeitsfeier getroffen wurde. Irans Behörden und der Iranische Rote Halbmond melden mehrere Tote sowie Dutzende Verletzte; örtliche Angaben nennen bis zu fünf Tote und zwischen 67 und 90 Verletzte. Der Vorfall fiel in eine Angriffswelle der US-Streitkräfte gegen Ziele der Islamischen Revolutionsgarde an der Südküste Irans.
Ein Sprecher von CENTCOM erklärte, man sei auf entsprechende Berichte in iranischen Staatsmedien aufmerksam geworden und prüfe diese. Vizepräsident JD Vance sagte in Washington, die Regierung lasse den Vorgang vollständig untersuchen. Beide Aussagen belegen eine laufende Prüfung, ohne eine Verantwortungsübernahme zu implizieren.
Unabhängige Waffenanalysen, auf die sich internationale Medien beziehen, halten anhand von Bildern und Videos eine von außen wirkende, luftgestützte gelenkte Munition für wahrscheinlich. Genannt wurden Merkmale, die zu Teilen von JSOW– oder SLAM-ER-Waffen passen könnten. Reuters berichtete unter Verweis auf mehrere Fachleute, ein direkter Treffer durch eine solche Munition sei plausibel. Zugleich betonen US-Stellen, die Untersuchung beziehe auch die Möglichkeit ein, dass eine iranische oder andere fehlgeleitete Munition die Explosion verursacht haben könnte. Eine öffentlich bestätigte forensische Zuordnung liegt bislang nicht vor.
Nach US-Medienangaben konzentriert sich die Prüfung auf den Abgleich von Einsatzprotokollen, Aufklärungsdaten und Munitionsfragmenten. Erkenntnisse aus Satelliten- und Missionsdaten sollen mit den vor Ort dokumentierten Schadensmustern verknüpft werden. Bis zu einer belastbaren Auswertung behalten sich die US-Streitkräfte weitere Aussagen vor.
Politisch erhöhte der Vorfall die Spannungen. Teheran warf Washington vor, zivile Orte angegriffen zu haben, und forderte internationale Untersuchungen. Berichten zufolge griffen iranische Sicherheitskräfte anschließend Stützpunkte in der Region an. Die US-Regierung erklärte, man greife keine Zivilisten gezielt an, und verwies auf die laufende Überprüfung durch CENTCOM.
Damit gilt zum jetzigen Stand: Der Einschlag in Kuhestak ereignete sich am 1. September; CENTCOM prüft die iranischen Schadensmeldungen; mehrere unabhängige Analysen sprechen für die Wirkung einer luftgestützten Munition, liefern jedoch noch keinen eindeutigen forensischen Beweis. Eine abschließende, öffentlich nachvollziehbare Zuschreibung steht aus.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).