Die Behörden von Minnesota und Wisconsin haben zum 1. September die Vorarbeiten für den Ersatz der John A. Blatnik Bridge zwischen Duluth und Superior aufgenommen. Nach Angaben der zuständigen Verkehrsbehörden sind damit Vergaben, Baustelleneinrichtung und begleitende Untersuchungen angelaufen; der Start der eigentlichen Bauphase ist für Mitte bis Ende September vorgesehen. Die Brücke trägt den Verkehr der Interstate 535 über den Hafen der Twin Ports und bleibt während der Bauzeit grundsätzlich in Betrieb.
Das Vorhaben wird seit Jahren vorbereitet. Am 23. Juni gaben das Minnesota Department of Transportation (MnDOT) und das Wisconsin Department of Transportation (WisDOT) bekannt, dass das Konsortium Ames‑Kraemer Joint Venture II den Zuschlag im Design‑Build‑Verfahren erhalten hat. Die Finanzierung gilt als gesichert: Das U.S. Department of Transportation stellte einen Bundeszuschuss von 1.058.398.200 US‑Dollar bereit; beide Bundesstaaten steuern zusätzliche Mittel bei. In staatlichen Mitteilungen belaufen sich die veranschlagten Gesamtkosten auf rund 1,8 Milliarden US‑Dollar.
Kern des Projekts ist der vollständige Rückbau der 1961 eröffneten Bestandsbrücke und der Neubau einer dauerhaften Verbindung, die heutigen Anforderungen an Tragfähigkeit, Sicherheit und Lebensdauer entspricht. Die Verkehrsführung soll während der Bauzeit durch temporäre Spuren und Umleitungen aufrechterhalten werden. MnDOT und WisDOT verweisen auf vorbereitende Maßnahmen wie geotechnische und archäologische Begleitung, Umwelt- und Lärmschutz sowie eine spezialisierte Bauüberwachung.
Die Behörden begründen die Maßnahme mit dem Alter der bestehenden Struktur und den steigenden Belastungen im Güter- und Pendlerverkehr der Region. Für die Bauzeit rechnen sie mit punktuellen Fahrstreifensperrungen und zeitweiligen Einschränkungen. Als Folge erwarten die Verwaltungen eine stabilere und leistungsfähigere Verbindung für den Verkehr zwischen Minnesota und Wisconsin sowie für die Hafenwirtschaft der Twin Ports. Aussagen von Vertretern des Bundesstaates Minnesota und der betroffenen Städte heben die wirtschaftliche Bedeutung der Verbindung hervor; sie sind als Bewertungen zu werten, keine belastbaren Prognosen.
Zeit- und Kostenrahmen bleiben an Vorbehalte gebunden. Die Projektpartner verweisen auf technische Risiken, Wetterereignisse und mögliche Nachträge, die Terminplan und Gesamtkosten beeinflussen können. Zentrale Angaben zu Zuschlag, Finanzrahmen und Terminstruktur lassen sich in den Mitteilungen von MnDOT und WisDOT sowie in Bundesdokumenten nachvollziehen; regionale Medien berichteten am Wochenende vor dem Start der Vorarbeiten über die anlaufende Baustelleneinrichtung.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).