Das Department of Homeland Security hat am 19. August erklärt, dass die Ermittlungen der United States Coast Guard und des Coast Guard Investigative Service nach dem tödlichen Bootsunglück bei Liberty Island zur Festnahme des mutmaßlichen Betreibers geführt haben. Nach Behördenangaben befindet sich der Mann in Bundesgewahrsam; ihm werden Verstöße im Zusammenhang mit einer mutmaßlich unzulässigen Passagierfahrt zur Last gelegt. DHS ordnete ihn als nicht rechtmäßig in den USA aufhältig ein.
Der Unfall ereignete sich am 8. August 2026 gegen 22:25 Uhr Ortszeit nahe der Statue of Liberty im New York Harbor. Ein kleines Freizeitboot kenterte; eine 27-jährige Frau und ihr fünf Monate altes Mädchen starben. Einsatzkräfte der United States Coast Guard (Sector New York), des New York Police Department und des Fire Department of New York sowie ein ziviles Boot retteten insgesamt zwölf Personen aus dem Wasser. Die beiden Todesopfer wurden später im Krankenhaus für tot erklärt.
Die U.S.-Küstenwache führt die Untersuchung in enger Abstimmung mit dem Coast Guard Investigative Service und dem New York Police Department. Im Fokus steht die Frage, ob das Boot als bezahlte Passagierfahrt ohne die erforderlichen Bewilligungen betrieben wurde und ob Sicherheitsausrüstung sowie vorgeschriebene Inspektionen fehlten. Medienberichten zufolge prüft zudem die Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan, ob Bundesstraftatbestände greifen. Die Behörden machten zunächst keine Angaben zu einer möglichen Ursache des Kenterns; eine technische Analyse des sichergestellten Boots läuft. Das Wrack wurde zur weiteren Untersuchung auf die Anlage der NYPD-Harbor-Unit auf Randall’s Island gebracht.
Rechtlicher Hintergrund: Für gewerbsmäßige Passagierfahrten in dicht befahrenen Gewässern wie dem Hafen von New York schreibt die United States Coast Guard unter anderem ein gültiges Certificate of Inspection für das Fahrzeug und eine entsprechende Merchant Mariner Credential für das Bedienpersonal vor. Wird ein Boot ohne diese Voraussetzungen als Charter betrieben, drohen zivil- und strafrechtliche Konsequenzen, die bis zur Beschlagnahme des Fahrzeugs und zu Freiheitsstrafen reichen können.
Die Behörden betonten, dass die Ermittlungen andauern. Konkrete strafrechtliche Vorwürfe und etwaige weitere Anklagepunkte würden erst nach Abschluss der Auswertung von Zeugenaussagen, technischen Befunden und Dokumenten öffentlich gemacht. Prognosen über regulatorische Änderungen machten die Ermittler nicht; politische Bewertungen blieben den zuständigen Gremien vorbehalten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).