Gesundheit

Nach fehlender Einfuhrkontrolle: Rückruf von 13,4 Tonnen Rindfleisch in Texas und Florida

Die Bundesbehörde FSIS hat am 7. August 2026 rund 29.628 Pfund argentinisches Rindfleisch zurückgerufen, das ohne vorgeschriebene Einfuhr-Nachkontrolle in Texas und Florida verteilt wurde. Meldungen über Erkrankungen liegen nicht vor.

Die Bundesbehörde Food Safety and Inspection Service (FSIS) des US-Landwirtschaftsministeriums hat am 7. August 2026 einen Rückruf von rund 29.628 Pfund (etwa 13,4 Tonnen) roher Rindfleischprodukte angeordnet. Betroffen sind Waren, die von Corte Argentino USA LLC mit Sitz in Aventura, Florida, aus Argentinien eingeführt wurden. Hersteller der Chargen ist Frigorífico Gorina SAIC. Nach Angaben der Behörde wurden die Produkte ohne die vorgeschriebene Einfuhr-Nachkontrolle (import reinspection) in die Lieferkette gebracht; Schwerpunkte der Verteilung waren Texas und Florida. Berichte über damit verbundene Erkrankungen liegen der FSIS derzeit nicht vor.

Die FSIS stufte den Vorgang als Rückruf der Klasse I ein, die höchste Risikokategorie. Die Einfuhr-Nachkontrolle dient der Prüfung von Unterlagen, Kennzeichnung, Temperaturführung, Integrität der Verpackung und gegebenenfalls der Probenahme, bevor importierte Fleischwaren in den Vertrieb gelangen. Ohne diese Prüfung gilt die Einfuhr als Verstoß gegen US-Vorgaben; die Produkte dürfen nicht an Verbraucher abgegeben werden.

Nach Behördenangaben handelt es sich um verschiedene rohe Muskelteile, darunter Zuschnitte wie Top Sirloin Butt und Eye Round. Die betroffenen Chargen wurden Mitte Mai 2026 in Argentinien produziert. Corte Argentino USA LLC kooperiert nach Darstellung der FSIS mit den Maßnahmen. Die Behörde führt Wirksamkeitsprüfungen durch, um sicherzustellen, dass Groß- und Einzelhändler informiert sind und die Ware aus dem Verkauf genommen wird.

Verbraucherinnen und Verbraucher, die möglicherweise betroffene Produkte erworben haben, sollen diese nicht verzehren und den Rückgabe- oder Entsorgungshinweisen folgen. Wer nach dem Verzehr gesundheitliche Beschwerden bemerkt, sollte medizinischen Rat einholen und die FSIS informieren. Die FSIS verweist darauf, dass sich Symptome lebensmittelbedingter Erkrankungen je nach Erreger unterscheiden und zeitverzögert auftreten können.

Der Rückruf reiht sich in eine Serie von Maßnahmen ein, mit denen die US-Behörden die Einhaltung der Einfuhrvorgaben für Fleischwaren überwachen. Für Importfirmen ergeben sich daraus operative Pflichten entlang der Lieferkette, etwa zur lückenlosen Dokumentation und zur Sicherstellung, dass jede Sendung die amtliche Nachkontrolle durchläuft. Ob aus dem aktuellen Fall weitere aufsichts- oder strafrechtliche Schritte folgen, entscheiden die zuständigen Stellen fallbezogen; die FSIS machte dazu keine Angaben.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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