Wissenschaft & Technik

NASA Ames präzisiert Beiträge zur Roman-Mission – Streulicht-Software und Coronagraph-Technik im Fokus

Fünf Tage vor dem geplanten Start legt das NASA Ames Research Center seine Werkzeuge für die Bildqualität des Nancy Grace Roman Space Telescope offen – darunter die Streulicht-Software ROSALIA und Technik für den Roman-Coronagraphen.

Das NASA Ames Research Center hat am 25. August 2026 seine zentralen Beiträge zur Mission des Nancy Grace Roman Space Telescope vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen eine neue Software zur Unterdrückung von Streulicht sowie Technik für das Roman Coronagraph Instrument. Der Start des Observatoriums ist für Sonntag, den 30. August, vorgesehen; es soll am Sonnen-Erde-Lagrange-Punkt L2 operieren.

Als zentrales Werkzeug nennt Ames die Software ROSALIA (Roman Sky Analyst for Low Surface Brightness Imaging and Astronomy). Sie wurde in Zusammenarbeit mit dem NASA Goddard Space Flight Center und IPAC/Caltech entwickelt. ROSALIA prognostiziert und entfernt in Aufnahmen des Wide Field Instrument störende Lichtanteile – von scharf begrenzten Glints bis zu diffusem Hintergrund wie zodiacalem Licht, thermischer Emission und im Teleskop optisch gestreutem Licht. Laut NASA erlaubt die Software sowohl angepasste Beobachtungspläne, um Kontaminationen zu vermeiden, als auch eine nachgelagerte Bildverarbeitung. Dadurch werden schwache, flächige Strukturen etwa an Galaxienrändern besser sichtbar, während Artefakte nicht mit realen Objekten verwechselt werden.

Zudem verweist Ames auf Beiträge zur Demonstration der direkten Exoplanetenbildgebung mit dem Roman Coronagraph Instrument. Das Instrument setzt auf eine Abfolge von Masken und Spiegeln, darunter zwei verformbare Spiegel, um das dominante Sternenlicht präzise zu unterdrücken. Ziel ist es, in unmittelbarer Umgebung heller Sterne sehr kontrastreiche Messungen zu ermöglichen und so Begleitplaneten direkt abzubilden. Die Kombination aus dem breit kartierenden Wide Field Instrument und dem hochkontrastfähigen Coronagraphen erweitert die Beobachtungsmodi von großflächiger Himmelsstatistik bis hin zu Detailstudien einzelner Sternsysteme.

Die NASA ordnet die Beiträge aus Ames in den Missionsablauf ein: Nach Integrationstests und Simulationskampagnen wird Roman für den Start vorbereitet. Konkrete Zeitpunkte für erste wissenschaftliche Datenprodukte nennt die Mitteilung nicht. Inhaltlich sind die Folgen klar technischer Natur: Eine robustere Unterdrückung von Streulicht erhöht die Empfindlichkeit für sehr schwache Signale und verbessert die Trennschärfe zwischen astrophysikalischem Signal und Instrumentartefakten. Aussagen über künftige Entdeckungen bleiben dagegen ausdrücklich offen und sind als Ausblick zu verstehen.

Beteiligt an der Mission sind neben dem NASA Ames Research Center insbesondere das NASA Goddard Space Flight Center als Leitzentrum, IPAC/Caltech bei Daten und Infrarot-Astrophysik, das Jet Propulsion Laboratory mit Coronagraph-Expertise sowie industrielle Partner für Optik, Instrumente und Raumfahrtsysteme.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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