Wissenschaft & Technik

NASA-Förderung ebnete AG3 Labs den Weg vom Campus in den Drohnenmarkt

Eine neue NASA-Mitteilung vom 28. Oktober 2026 zeichnet nach, wie das Programm University Student Research Challenge den Werdegang des Michigan-State-Absolventen Gavin Gardner prägte und in die Gründung von AG3 Labs mündete.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA beschreibt am 28. Oktober 2026, wie ihr Programm University Student Research Challenge die Laufbahn des Ingenieurs Gavin Gardner prägte und zur Gründung des Drohnenunternehmens AG3 Labs beitrug. Gardner hatte als Student an der Michigan State University mehrfach an USRC-Projekten mitgewirkt und gründete 2024 zusammen mit Teamkollegen AG3 Labs, das Trainingsdrohnen für Übungen von Sicherheitskräften entwickelt.

Der aktuelle Anlass ist eine NASA-Mitteilung, die Gardners Weg vom Labor in die Unternehmenspraxis nachzeichnet. Das Programm fördert studentische Teams finanziell und verlangt zugleich unternehmerische Komponenten wie Budgetplanung, Crowdfunding und die Vermittlung technischer Inhalte an ein nichtfachliches Publikum. Gardner wird mit der Einschätzung zitiert, „die Hälfte der Arbeit“ sei Technik, die andere Hälfte bestehe darin, die Idee verständlich zu verkaufen. Der USRC-Manager Steven Holz betont die Doppelrolle des Programms: Qualifizierung künftiger Fachkräfte und Beiträge zur Luftfahrtforschung.

Konkret war Gardner an zwei Vorhaben beteiligt: Aerial Intra-city Delivery Electric Drones (AIDED) und Laser Energized Aerial Drone System (LEADS). AIDED testete ein Zustellkonzept, bei dem eine Frachtdrohne etappenweise per Andocken an ein städtisches Verkehrsmittel mitfährt und dort lädt, bevor sie den letzten Abschnitt selbst fliegt. Wegen regulatorischer Hürden im zivilen Umfeld wurde daraus kein Geschäftsansatz. LEADS verfolgte das drahtlose Nachladen einer Drohne im Flug per Laser; ein Prototyp flog nach NASA-Angaben. Über diese Arbeit ergaben sich Kontakte zum Glenn Research Center in Cleveland, wo sich Gardner auf Praktika bewarb.

Aus dem studentischen Netzwerk formierte sich 2024 AG3 Labs. Das Unternehmen zeigt in der NASA-Mitteilung ein Foto von vier Mitgründern mit Trainingsdrohnen bei einer Veranstaltung am US-Standort Camp Grayling in Michigan. Nach Firmenangaben entwickelt AG3 Labs „attritable“ unbemannte Systeme für realitätsnahe Übungen. Ein Eintrag im bundesweiten System for Award Management weist das Unternehmen als registrierten Anbieter aus. Öffentlich zugängliche, abschließende Vertragsunterlagen über größere Lieferumfänge liegen jedoch nicht vor; entsprechende Aussagen sind daher als Firmenangaben einzuordnen.

Die NASA positioniert die University Student Research Challenge als Brücke zwischen akademischer Forschung und industrieller Anwendung. Der Fall Gardner illustriert, wie gezielte Nachwuchsförderung technische Kompetenz und unternehmerische Fähigkeiten verbindet. Er verweist zugleich auf Grenzen der Kommerzialisierung im zivilen Drohnenmarkt und auf Anschlussfelder in sicherheitsrelevanten Trainingsumgebungen, in denen robuste, kosteneffiziente Systeme gefragt sind. Welche Rolle AG3 Labs künftig in Beschaffungen von Bundes- oder Einzelstaatsbehörden spielen kann, bleibt vom weiteren Nachweis operativer Reife und vom regulatorischen Umfeld abhängig.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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