Wissenschaft & Technik

NASA nimmt neue 34‑Meter‑Antenne DSS‑23 in Goldstone in Betrieb

Mit einem Banddurchschnitt in Goldstone hat die NASA am 25. August 2026 die Deep Space Station 23 offiziell in Dienst gestellt. Die 34‑Meter‑Antenne erweitert die Kapazitäten des Deep Space Network für laufende und künftige…

Die NASA hat am 25. August 2026 am Goldstone Deep Space Communications Complex nahe Barstow, Kalifornien, die neue 34‑Meter‑Antenne Deep Space Station 23 (DSS‑23) offiziell in Betrieb genommen. Der Schritt folgt auf einen erfolgreichen Testbetrieb von Mai bis Juli; seit dem 3. August 2026 arbeitet die Anlage regulär und verfolgte zum Start den Betrieb des Chandra X‑ray Observatory. Seither unterstützt DSS‑23 zahlreiche Missionen im Erd‑ und Tiefraum.

DSS‑23 ist Teil des seit 2009 laufenden Aperture Enhancement Project zur Modernisierung und Erweiterung des Deep Space Network (DSN). Geplant ist die Ergänzung um insgesamt sechs 34‑Meter‑Mehrfrequenz‑Beam‑Waveguide‑Antennen an den drei DSN‑Standorten in Goldstone, Madrid und Canberra. Beam‑Waveguide‑Konzepte leiten die Signale in einen stabilen, klimatisierten Raum unter dem Antennenspiegel, was Wartung und Aufrüstung erleichtert und für verschiedene Frequenzbänder Flexibilität schafft. Die NASA verweist auf die wachsenden Anforderungen durch Mond‑, Planeten‑ und interstellare Missionen als Treiber der Kapazitätserweiterung.

Die Bauarbeiten für DSS‑23 begannen im Februar 2020. Im Dezember 2024 wurde der 133 Tonnen schwere Reflektorrahmen auf dem Sockel montiert, anschließend die Panels eingesetzt und die Anlage präzise kalibriert. Mit DSS‑23 verfügt Goldstone nun über fünf große Antennen (vier 34‑Meter‑ und eine 70‑Meter‑Antenne). Die Einbindung in das Gesamtnetz erfolgt über standardisierte Verfahren, mit denen Mechanik, Elektronik, Software, Hochfrequenztechnik und Infrastruktur zu einem betriebssicheren System verbunden werden.

Nach Angaben der NASA und des Jet Propulsion Laboratory (JPL) kommuniziert DSS‑23 seit Aufnahme des Regelbetriebs mit Dutzenden Raumfahrzeugen, darunter Mars Reconnaissance Orbiter, Psyche, Juno und Voyager 1. Verantwortliche von NASA und JPL betonen, dass die neue Antenne die Ausfallsicherheit des Netzes erhöht, Engpässe reduziert und die parallele Betreuung vieler Missionen über unterschiedliche Funkbänder ermöglicht.

Hintergrund: Das DSN ist die zentrale Kommunikations‑ und Navigationsinfrastruktur der NASA für Raumsonden jenseits des Erdorbits. Die verteilte Architektur mit drei global versetzten Komplexen gewährleistet nahezu durchgehende Sichtfenster zu Raumfahrzeugen im Sonnensystem und im interstellaren Raum. Mit dem Ausbauprogramm adressiert die Behörde sowohl den altersbedingten Ersatz von Systemen als auch steigende Datenraten moderner Missionen. Weitere Schritte des Aperture Enhancement Project betreffen zusätzliche Antennen außerhalb der USA und werden von NASA und JPL nach Verfügbarkeit von Ressourcen und Baufortschritt terminiert.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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