Hurrikan Isaias hat entlang der Florida Panhandle erhebliche Stromausfälle verursacht. Hochaufgelöste Nachtaufnahmen der NASA dokumentieren für den 11. Oktober 2026 deutlich geringere Lichtemissionen in und westlich von Pensacola sowie entlang der U.S. Route 98 in Richtung Destin. Eine Vergleichsaufnahme vom 12. Oktober zeigt, dass die Beleuchtung in Teilen der Region bereits wieder zunahm.
Isaias war am Abend des 9. Oktober nahe Destin, Florida, als Hurrikan der Kategorie 2 mit maximal anhaltenden Winden von 105 Meilen pro Stunde (170 Kilometer pro Stunde) auf Land getroffen. Der National Weather Service meldete vorläufig Böenspitzen von bis zu 117 Meilen pro Stunde in Oriole Beach sowie 102 Meilen pro Stunde am Pensacola City Hall. Diese Starkwindfelder überlappten nach Satellitenbeobachtung mit den Bereichen deutlich reduzierter Nachtlichter. Das National Hurricane Center hatte bereits vor dem Landfall vor schweren Regenfällen und Sturmböen in Teilen Alabamas und des Florida Panhandle gewarnt.
Die gezeigten Bilder stammen aus dem Black Marble HD-Produkt der NASA, das Daten der VIIRS (Visible Infrared Imaging Radiometer Suite) auf dem NOAA-20-Satelliten nutzt. Die Daten werden um atmosphärische Einflüsse und Mondphase bereinigt und über einer Basiskarte zusammengeführt, um elektrische Beleuchtung in der Nacht räumlich feiner sichtbar zu machen. Nach Angaben des Black Marble-Teams um Ranjay Shrestha lassen sich so Veränderungen nach Unwettern auf Straßen- und Quartiersebene nachvollziehen. Dunkel schraffierte Flächen in den Karten markieren Wolkenbereiche, in denen keine Messwerte vorlagen.
Die Auswertungen zeigen neben flächigen Verdunkelungen auch Lichtinseln, etwa am Pensacola International Airport und in Teilen der Innenstadt von Pensacola. Nach Einschätzung der Forschenden können solche Muster auf Notstromversorgung, Unterschiede in der Netzarchitektur oder lokal geringere Sturmschäden hindeuten; aus den Bildern allein lassen sich die Ursachen jedoch nicht eindeutig bestimmen.
Für Behörden und Versorger haben die Karten unmittelbaren Nutzwert: Sie unterstützen die Priorisierung von Reparatur- und Hilfsmaßnahmen, indem sie die räumliche Ausdehnung von Netzausfällen zeitnah abbilden. Über Schadenssummen, Todesopfer oder vollständige Wiederherstellungsfristen lagen zum Veröffentlichungszeitpunkt keine belastbaren, flächendeckenden Angaben vor. Die weiteren Einschätzungen hängen von amtlichen Lageberichten und Inspektionen vor Ort ab, während die Stromversorgung in betroffenen Abschnitten der Florida Panhandle schrittweise stabilisiert wird.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).