Die NASA hat eine Ausschreibung für Phase 1 zur Planung und Errichtung des Aerospace Power Systems Laboratory am Glenn Research Center in Cleveland gestartet. Angebote müssen bis zum 30. Oktober 2026 um 13.00 Uhr Eastern Standard Time (EST) eingereicht werden. Die Beschaffung erfolgt als full and open competition; als Branchencode nennt die Behörde NAICS 236220. Die NASA peilt eine Vertragsvergabe am 16. Dezember 2026 an.
Ziel des Vorhabens ist der Aufbau einer modernen Laborinfrastruktur, in der Energiesysteme für Luft- und Raumfahrt entwickelt und getestet werden können. Das Labor soll die Forschung an Stromversorgung, Energiespeicherung und Leistungsmanagement für aktuelle und künftige Missionen vorantreiben. Die NASA verweist dabei ausdrücklich auf die Rolle des Glenn Research Center in der Energietechnik sowie auf die Einbettung in Programme wie Artemis, die Planung einer längeren Präsenz am Mond und die Erkundung des Mars und darüber hinaus.
Formale Anforderungen sind in der Ausschreibung klar benannt: Eingaben erfolgen elektronisch über die NASA Enterprise File Sharing and Sync Box (EFSS Box), eine FedRAMP Moderate zertifizierte Plattform. Für Rückfragen ist der zuständige Contracting Officer, John Christel, genannt; Fragen müssen schriftlich bis zum 12. Oktober 2026 eingereicht werden. Zusätzlich weist die NASA auf den für Bauleistungen maßgeblichen NAICS 236220 und den Small-Business-Schwellenwert von 45 Millionen US‑Dollar hin.
Die Vergabe ist als zweistufiger Prozess angelegt. In Phase 1 bewertet die NASA konzeptionelle Entwürfe und Qualifikationen der Bieter, um eine engere Auswahl für die nachfolgende, vertiefte Ausarbeitungs- und Angebotsphase zu treffen. Die Leistungserbringung ist teils vor Ort am Glenn Research Center und teils in Einrichtungen der Auftragnehmer geplant.
Die Ausschreibung markiert den Auftakt eines Bundesprojekts mit industriepolitischer Relevanz. Sie eröffnet Unternehmen mit Kompetenzen im Labor- und Sonderanlagenbau Zugang zu einem zentralen Infrastrukturvorhaben der NASA. Konkrete Vertragswerte und Zeitpläne bleiben bis zur Vergabeentscheidung offen; der genannte 16. Dezember 2026 ist ein anvisiertes Datum und kein verbindlicher Fertigstellungstermin. Klar ist jedoch, dass die geplante Anlage die Fähigkeit der USA stärken soll, Energiesysteme für Missionen im erdnahen Raum und im Deep Space schneller und sicherer zu entwickeln und zu erproben.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).