Die NASA hat den Ablauf für Vorab- und Live-Berichterstattung zum Start des Nancy Grace Roman Space Telescope festgelegt. Der Start ist für Sonntag, den 30. August 2026, frühestens um 7:26 Uhr Eastern Daylight Time (EDT) von Launch Complex 39A im Kennedy Space Center in Florida vorgesehen. Die Live-Übertragung beginnt um 6:20 Uhr EDT. Am Vortag, Samstag, 29. August, sind für Medien ein wissenschaftliches Briefing und eine Prelaunch-Pressekonferenz angekündigt.
Das Observatorium soll nach der Trennung von der Trägerrakete zum Lagrange-Punkt L2 manövrieren, rund 1,6 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Die primäre Missionsdauer ist mit fünf Jahren angesetzt; als Ziel nennt die Behörde einen Betrieb von bis zu zehn Jahren. Die Missionsdaten sollen nach Verarbeitung öffentlich zugänglich sein. Laut NASA kombiniert das Teleskop scharfe Infrarotabbildung mit einem Sichtfeld, das mindestens 100-mal größer ist als das des Hubble-Weltraumteleskop. Die großflächigen Himmelsdurchmusterungen zielen auf Untersuchungen zu Dunkler Energie und Dunkler Materie, die Entdeckung und Charakterisierung von Exoplaneten sowie die Kartierung von Galaxien; zudem sind Studien zu Schwarzen Löchern und Objekten im Sonnensystem geplant.
Für Samstag nennt die NASA ein Missionsbriefing am Vormittag, gefolgt von einer Prelaunch-Pressekonferenz. Darüber hinaus sind vor Ort Interviews vorgesehen. Eine kurze Überflugsequenz über das Startgelände kann – vorbehaltlich Wetter und Betrieb – in die Übertragung eingebunden werden. Alle Zeiten sind in Eastern Time angegeben und können sich je nach Echtzeitbetrieb ändern; eine vorherige Medienakkreditierung ist erforderlich.
Das Nancy Grace Roman Space Telescope zählt zu den großen astrophysikalischen Vorhaben der NASA. Der Zeitplan wurde in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst; Prüfberichte der NASA-Aufsicht dokumentieren technische und organisatorische Herausforderungen, ohne den nun kommunizierten Startplan infrage zu stellen. Die Trägerrakete stellt SpaceX; vorgesehen ist eine Falcon Heavy. Ein erfolgreicher Start und die Inbetriebnahme am Lagrange-Punkt L2 würden die Beobachtungsfähigkeit der USA im infraroten Spektralbereich erheblich erweitern und breit angelegte Himmelsdurchmusterungen mit hoher Winkelauflösung ermöglichen.
Feststehende Fakten betreffen den kommunizierten Startzeitpunkt, den Startort und den geplanten Missionsablauf bis zum Transfer zu L2. Zielwerte wie eine Missionsdauer von bis zu zehn Jahren sowie Aussagen über künftige wissenschaftliche Entdeckungen sind programmatische Vorgaben und keine bereits erzielten Ergebnisse.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).