Wissenschaft & Technik

NASA startet „Gateways to Blue Skies“ 2027: Ideen für luftgestützte Infrastruktur-Inspektionen gefragt

Die NASA hat den studentischen Wettbewerb Gateways to Blue Skies 2027 ausgerufen: Gesucht sind Konzepte für luftgestützte Inspektionen von Brücken, Tunneln und Netzinfrastruktur. Notice of Intent bis 12. Oktober 2026, Einreichungen bis 22. Februar…

Die NASA hat am 18. August 2026 die nächste Runde ihres studentischen Wettbewerbs Gateways to Blue Skies vorgestellt. Das Thema 2027 lautet luftgestützte Inspektionen von landgebundener Infrastruktur – etwa Brücken, Tunnel, Straßen, Bahntrassen und Stromnetze –, um Sicherheit, Zuverlässigkeit und Kosten bis 2035 oder früher zu verbessern. Teilnehmen können interdisziplinäre Hochschulteams; eine unverbindliche Notice of Intent wird bis zum 12. Oktober 2026 erbeten, vollständige Vorschläge samt zweiminütigem Video sind bis zum 22. Februar 2027 einzureichen.

Der Wettbewerb ist zweistufig angelegt und richtet sich an Teams mit zwei bis sechs Studierenden. In Phase 1 bewertet eine Jury aus Fachleuten der NASA und der Industrie die eingereichten Konzepte und Videos. Bis zu acht Finalistenteams erhalten jeweils 9.000 US‑Dollar und qualifizieren sich für Phase 2. Dort präsentieren sie ihre weiterentwickelten Arbeiten im Mai 2027 auf einem Forum vor einem NASA‑ und Industriepanel. Den Siegerteams stellt die Behörde Praktikumsangebote bei NASA Aeronautics im darauffolgenden akademischen Jahr in Aussicht. Ausgerichtet wird das Format von der Aeronautics Division im Research and Technology Mission Directorate; gefördert wird es durch die University Innovation Project. Die Vertragsebene der Herausforderung betreut das Center of Excellence for Collaborative Innovation, die Durchführung obliegt dem National Institute of Aerospace.

„Die Nachfrage nach kreativen Lösungen, die den Infrastruktursektor verbessern können, wächst deutlich – diese Ausschreibung gibt talentierten Studierenden die Chance, daran mitzuwirken“, sagte Steven Holz, Wettbewerbsleiter am Langley Research Center in Hampton, Virginia. Seine Aussage gibt die Einschätzung der NASA wieder; über die spätere technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit entscheiden Prüfungen, Zulassungen und Beschaffungen außerhalb des Wettbewerbs.

Hintergrund sind die praktischen Hürden des Infrastruktur‑Monitorings in den USA: Viele Bauwerke sind groß, teils schwer zugänglich oder nur unter Betriebsunterbrechungen prüfbar; Inspektionen können Personal in Höhen, engen Räumen oder potenziell gefährliche Umgebungen bringen. Luftgestützte Plattformen – von spezialisierten Flugzeugen bis zu Drohnensystemen – könnten Intervalle verdichten, Risiken für Mitarbeitende senken und Sperrzeiten verringern. Der Wettbewerb zielt darauf, tragfähige Konzepte mit klarer Anwendungsperspektive zu identifizieren und die Verzahnung von Forschung, Regulierung und Betreiberpraxis zu stärken. Die NASA grenzt die Aufgabe auf landgebundene Infrastruktur ein; maritime oder rein weltraumbezogene Anwendungen sind nicht Gegenstand des diesjährigen Themas.

Die Ankündigung stellt formale Eckdaten, Zuständigkeiten und Zielrichtung des Programms dar. Aussagen der Behörde und ihrer Vertreter sind als solche gekennzeichnet; Prognosen über Markteinführung und Regulierung gelten vorbehaltlich späterer Entscheidungen von Behörden, Betreibern und Standardisierungsgremien.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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