Die US‑Raumfahrtbehörde NASA hat am 8. Oktober 2026 in Washington, D.C. zwei neue Programme angekündigt: eine koordinierte Metawissenschaftsinitiative in der Science Mission Directorate zur Stärkung der wissenschaftlichen Verfahren der Behörde und ein Fellowship‑Programm für zehn Genesis Mission Fellows. Der Auftritt erfolgte im Rahmen des Science: A Golden Age Summit des White House Office of Science and Technology Policy.
Kern der Metawissenschaftsinitiative ist die Ausweitung der dual anonymen Begutachtung. Damit sollen Forschungsanträge stärker ausschließlich nach ihrem wissenschaftlichen Gehalt bewertet werden, ohne dass Namen oder Zugehörigkeiten der Antragstellenden erkennbar sind. Die NASA begründet den Schritt mit mehr Fairness, höherer Transparenz und der Chance, unkonventionelle Ideen besser zu berücksichtigen. Ein entsprechender Pilotversuch lief nach Behördenangaben bereits in einer früheren Regierungsperiode und habe die NASA als Vorreiterin für gute Begutachtungspraktiken positioniert.
Zudem will die NASA zehn Genesis Mission Fellows fördern. Angesprochen sind besonders fortgeschrittene Doktoranden mit Doppelqualifikation in Superintelligenz beziehungsweise hochentwickelter künstlicher Intelligenz sowie in Natur‑ oder Ingenieurwissenschaften. Die Fellows sollen direkt in Missionsbereichen der Behörde mitarbeiten und Forschung in NASA‑Laboren vorantreiben. Inhaltlich knüpft das Programm an die Förderlinie Future Investigators in NASA Earth and Space Science and Technology an.
„NASA hat eine lange Geschichte kühner Ideen und außergewöhnlicher Leistungen“, sagte NASA‑Administrator Jared Isaacman. Unter der politischen Vorgabe, wie sie im Juli‑Bericht Science: A New Golden Age skizziert sei, schaffe die Behörde neue Wege, exzellente Forschungsideen schneller zu erkennen und die nächste Forschergeneration zu fördern. Isaacman und Michael Kratsios, Assistant to the President for Science and Technology und Direktor des Office of Science and Technology Policy, erläuterten die Vorhaben in einem Gespräch am Rande des Gipfels.
Die Ankündigungen haben unmittelbare verfahrenspolitische Bedeutung: Dual anonyme Begutachtung kann Bewertungsbias verringern, stellt aber Fachgebiete mit stark team‑ oder infrastrukturbasierter Forschung vor praktische Umsetzungsfragen. Beim Fellowship‑Programm sind Auswahlkriterien, Förderhöhe und der genaue Einsatz in Missionen bislang nicht öffentlich im Detail umrissen. Konkrete Zeitpläne und Budgetangaben für beide Initiativen nennt die NASA in der Mitteilung nicht. Weitere Ausführungen bleiben den kommenden Ausschreibungen und Leitlinien der Science Mission Directorate vorbehalten.
Die Aussagen und Daten basieren auf der NASA‑Mitteilung und dem begleitenden White‑House‑Faktenpapier vom 8. Oktober 2026. Zuschreibungen sind als offizielle Verlautbarungen der genannten Institutionen gekennzeichnet.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).