Die NASA hat am 28. September 2026 am Lyndon B. Johnson Space Center in Houston das Dexterous Robotics Team sowie die Testumgebung iMETRO vorgestellt. Die Gruppe entwickelt Hardware und Software für Roboter, die Arbeiten mit der Geschicklichkeit menschlicher Hände übernehmen und so Astronautinnen und Astronauten bei Logistik, Wartung und Forschung entlasten sollen. Teamleiter Shaun Azimi betonte, Ziel sei nicht der Ersatz von Menschen, sondern mehr Sicherheit und Effizienz durch verlässliche Systeme in extremen Umgebungen.
Kernstück der aktuellen Arbeiten ist das Integrated Mobile Evaluation Testbed for Robotics Operations (iMETRO). Die Einrichtung verbindet offene Simulationssoftware, digitale Zwillinge sowie physische Raumfahrzeug- und Habitat-Attrappen, ergänzt um eine Außenversuchsanlage und mehrere standardisierte „Hausroboter“. iMETRO ermöglicht es, komplette Systeme oder einzelne Komponenten zu erproben, Schnittstellen zu klären und Abläufe realitätsnah zu validieren. Nach NASA-Angaben verringert dies Annahmen in der Zusammenarbeit mit externen Partnern, weil konkrete Missionsaufgaben und Randbedingungen vorgegeben werden.
Das Team baut auf zwei bekannten humanoiden Plattformen aus dem Johnson Center auf: Robonaut 2, der über Jahre Technologie-Demonstrationen an Bord der Internationalen Raumstation absolvierte, und Valkyrie, den ersten zweibeinigen Humanoiden der NASA. Die heute 16-köpfige Gruppe bündelt Mechatronik- und Softwarekompetenzen; viele Mitglieder arbeiten bereichsübergreifend an Elektronik, Mechanik, Simulation und Analyse. Neben internen Programmen kooperiert das Team mit Industrie und Forschung, die ähnliche Anforderungen an robuste, fernbedienbare Systeme haben. So nutzte etwa ein externes Team iMETRO, um eine Software zu testen, die einem Roboterarm das Erkennen und sichere Betätigen einer Raumfahrzeugluke erlaubt.
Zugeschriebene Aussagen: Azimi hob hervor, dass durch präzisere Robotik Risiken für Menschen sinken, während die Produktivität steigt. Zudem erleichtert iMETRO nach seiner Darstellung die Abstimmung zwischen Technologieanbietern und Habitat-Designerinnen und -Designern, weil beide Seiten früher erkennen, welche Funktionen und physischen Merkmale – von Griffformen bis zur Beleuchtung – für den Robotereinsatz entscheidend sind.
Für geplante Mondaufenthalte könnten integrierte digitale und physische Testbeds wie iMETRO Entwicklungszeiten und Integrationsrisiken reduzieren und die Verlässlichkeit wiederkehrender Aufgaben erhöhen. Offene Punkte bleiben bei der Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittstellen, damit Besatzungen Systeme intuitiv überwachen und bei Bedarf unmittelbar übernehmen können. Die genannten Projekte, Einrichtungen und Ziele sind in der NASA-Mitteilung des Johnson Space Center dokumentiert; operative Zeitpläne oder Budgetzahlen wurden nicht genannt.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).