Kurzmeldung
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat am 21. August 2026 eine Auswahl von Fotografien, Videos und ersten Messdaten zur totalen Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 freigegeben. Die Publikation dokumentiert Beobachtungen entlang der Zentralzone der vollständigen Verfinsterung über Grönland, Island und Spanien sowie partielle Sichtbarkeiten in Nordamerika. Im Mittelpunkt stehen bildgebende Aufnahmen der Sonnenkorona und Messreihen, die Forschungsteams helfen sollen, Temperatur- und Dichteverteilungen sowie Plasmastrukturen in der äußeren Sonnenatmosphäre zu untersuchen.
Am Boden entstanden in San Millán de los Caballeros, Spanien, Kompositbilder, die den Verlauf der vollständigen Verfinsterung bis zum Sonnenuntergang zeigen; darauf sind die feine Korona und Randstrukturen der verfinsterten Sonnenscheibe zu erkennen, ebenso eine als Protuberanz sichtbare Plasmaformation. Parallel dokumentierten Teams in Island bodengestützte Messungen und Bildserien.
Aus der Luft verlängerte ein Forschungsteam die Beobachtungszeit, indem es mit dem Hochleistungsjet WB-57F in rund 50.000 Fuß (etwa 15.240 Meter) Höhe flog. An Bord befanden sich Kameras, die die Korona und Protuberanzen in mehreren Wellenlängen — sichtbar und infrarot — aufzeichneten; die Auswertung dieser Daten koordiniert das Southwest Research Institute in Boulder, Colorado.
US-amerikanische Beiträge zur Materialsammlung umfassen zudem Aufnahmen der International Space Station: Ein NASA-Fotograf in Hodgdon, Maine, dokumentierte die Raumstation als Silhouette vor der partiell verfinsterten Sonne; von der Station selbst nahm NASA-Astronautin Jessica Meir Fotos, als das Orbitalfahrzeug etwa 262 Meilen (rund 422 Kilometer) über Süd-Québec flog. Nach NASA-Angaben bedeckte der Mond die Sonnenscheibe von dort aus zu Spitzenzeiten nur teilweise (etwa 18 Prozent).
NASA betont, dass die jetzt veröffentlichten Materialien primär Forschungszwecken dienen; aussagekräftige wissenschaftliche Schlussfolgerungen werden nach der detaillierten Analyse der Bild- und Messdaten erwartet. Die Freigabe korrigiert zugleich einen redaktionellen Fehler in einer früheren Meldung, die das Ereignis fälschlich als bevorstehend bezeichnete; das Ereignis datiert eindeutig auf den 12. August 2026.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).