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Neue Kartierung zeigt Versorgungslücken: Weite Teile der USA gelten als „maternity care deserts“

Eine aktuelle Auswertung der March of Dimes verortet zahlreiche US-Counties ohne geburtshilfliche Infrastruktur. Die Analyse verknüpft diese Versorgungslücken mit erhöhten Risiken für Frühgeburten und schlechteren Gesundheitskennzahlen vor und nach der Geburt.

Eine landesweite Analyse der March of Dimes weist zahlreiche US-Counties als „maternity care deserts“ aus – Regionen ohne Klinik- oder Geburtszentrum mit Entbindungsangebot und ohne vor Ort tätige geburtshilfliche Fachkräfte. Der jüngste Bericht Nowhere to Go: Maternity Care Deserts Across the US (2024) verknüpft diese Lücken mit schlechterer gesundheitlicher Ausgangslage vor der Schwangerschaft und erhöhten Risiken für Frühgeburt sowie andere belastete Geburtsverläufe. Betroffen sind Millionen Frauen im gebärfähigen Alter; die Befunde beruhen auf zusammengeführten Verwaltungs- und Gesundheitsdaten bis einschließlich der Geburtsstatistik 2022.

Als Maternity Care Desert definiert die March of Dimes ein County, in dem weder ein Krankenhaus oder Geburtszentrum Entbindungen anbietet noch niedergelassene Anbieter wie Geburtshelferinnen und -helfer oder zertifizierte Hebammen verfügbar sind. Die Organisation stellt hierzu eine interaktive Karte sowie das Analyseangebot PeriStats bereit, das die regionalen Unterschiede sichtbar macht. In den Bericht fließen unter anderem Datensätze der Health Resources and Services Administration, des National Plan and Provider Enumeration System, der American Hospital Association sowie der Centers for Disease Control and Prevention ein. Die Zusammenführung soll den Zugang zur Versorgung ebenso abbilden wie demografische Entwicklung und Versorgungsbedarf.

Hinter den Versorgungslücken stehen mehrere, teils langjährige Trends: die Schließung geburtshilflicher Abteilungen, wirtschaftlicher Druck auf ländliche Kliniken, Erstattungsfragen, Fachkräfteengpässe in Geburtshilfe und Pflege sowie eine zunehmend dünne Personaldecke in der Fläche. Für betroffene Familien bedeuten weite Wege zu Vorsorge und Entbindung höhere zeitliche, finanzielle und medizinische Risiken. Überproportional betroffen sind ländliche Regionen, indigene Gemeinschaften und schwarze Frauen, bei denen sich strukturelle Benachteiligungen in schlechteren Ergebnissen niederschlagen können.

Zugeschriebene Aussagen: March of Dimes betont, dass das Leben in einem Maternity Care Desert mit messbaren Nachteilen für Mutter und Kind verbunden ist; die Schlussfolgerung stützt sich auf die verknüpften, öffentlich zugänglichen Datengrundlagen. Prognosen: Wie sich die Versorgung entwickelt, hängt nach einhelliger Einschätzung von Gesundheitsexperten maßgeblich von politischen Entscheidungen, gezielter Finanzierung und Personalstrategien der Bundesstaaten sowie von bundesweiten Programmen zur Stärkung ländlicher Gesundheitsdienste ab. Diskutierte Gegenmaßnahmen reichen von Fördermitteln für gefährdete ländliche Krankenhäuser über Ausbildungs- und Ansiedlungsprogramme für Hebammen und Familienmediziner bis hin zu mobilen und telemedizinischen Angeboten.

Was geprüft wurde: Grundlage sind der Bericht Nowhere to Go: Maternity Care Deserts Across the US (2024) der March of Dimes und begleitende Fachanalysen aus US-Gesundheitsstatistiken. Zahlen, Definitionen und Bezüge im Text folgen diesen Quellen; offene Bewertungen werden im Text als Einschätzungen oder Prognosen gekennzeichnet.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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