In New Haven hat sich Yovani De Jesus Alvarez Murillo (42) am 21. August vor dem Bundesgericht schuldig bekannt, nach einer früheren Abschiebung erneut unerlaubt in die USA eingereist zu sein. Die Strafzumessung ist für den 17. November 2026 im Bundesgericht in Hartford angesetzt, teilte das U.S. Attorney’s Office für den District of Connecticut mit.
Nach Angaben der Bundesanwaltschaft war Alvarez Murillo erstmals 2005 in den USA registriert und 2013 nach Honduras abgeschoben worden. Spätestens 2021 sei er unter einem Alias zurückgekehrt. Seither wurde er mehrfach von lokalen Behörden festgenommen; in den Unterlagen werden unter anderem die Stamford Police und die Connecticut State Police genannt sowie Verurteilungen vor dem Stamford Superior Court. Bis Juli 2026 befand er sich in staatlichem Gewahrsam und wurde am 13. Juli 2026 in Bundesgewahrsam überstellt.
Ermittelt wird in dem Fall durch U.S. Immigration and Customs Enforcement, genauer die Einheit Enforcement and Removal Operations. Die Anklage und das Verfahren führt das U.S. Attorney’s Office im District of Connecticut. Das nun abgelegte Schuldbekenntnis bezieht sich auf den Bundesstraftatbestand der unerlaubten Wiedereinreise nach Abschiebung; die Strafrahmen richten sich in den USA nach der Vorstrafensituation und reichen – je nach Qualifikation – von kürzeren Freiheitsstrafen bis zu längeren Haftzeiten. Mit dem Schuldbekenntnis steht allein das Strafmaß noch aus; die Staatsanwaltschaft machte in der Mitteilung keine eigene Empfehlung öffentlich.
Der Fall verdeutlicht die Arbeitsteilung zwischen den Ebenen: Während lokale Polizeibehörden wie die Stamford Police und Verfahren vor dem Stamford Superior Court vorrangig Delikte nach Landesrecht abarbeiten – im vorliegenden Fall vor allem Verkehrs- und Ordnungsdelikte –, betrifft die hier entscheidende Anklage ein Delikt nach Bundesrecht. Dieses wird bundesweit einheitlich verfolgt und vor Bundesgerichten wie in New Haven und Hartford verhandelt. ICEs Enforcement and Removal Operations ist dabei die für Inlandsverfolgung und Abschiebungen zuständige Einheit.
Nach Einschätzung der Bundesanwaltschaft reiht sich das Verfahren in Connecticut in eine Serie ähnlich gelagerter Fälle ein, die mit Unterstützung von Bundesbehörden verfolgt werden. Das U.S. Attorney’s Office verweist in seinen jüngsten Mitteilungen wiederholt auf Anklagen und Urteile wegen unerlaubter Wiedereinreise im District of Connecticut. Der Fall Alvarez Murillo markiert in diesem Rahmen den nächsten Schritt vom Schuldbekenntnis hin zur Strafzumessung durch das Bundesgericht in Hartford.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).