New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul hat am 28. August 2026 Sae Joon Park begnadigt. Der heute 57-jährige Veteran der US Army war mit dem Purple Heart ausgezeichnet worden und lebte mehr als vier Jahrzehnte in den Vereinigten Staaten. Die Begnadigung bezieht sich auf zwei ältere Verurteilungen in New York (2007 wegen Besitzes verbotener Drogen, 2009 wegen Nichterscheinens vor Gericht), die einen Abschiebungsbescheid auslösten. Park verließ im Juni 2025 unter dem Druck der Anordnung freiwillig die USA in Richtung Südkorea.
Hochuls Büro erklärte, Park habe sich rehabilitiert und sich damit eine zweite Chance verdient. Auch seine Rechtsvertretung sowie Mitglieder des Kongresses verwiesen auf eine damals unbehandelte posttraumatische Belastungsstörung als wesentlichen Kontext für die Taten. Die Entscheidung der Gouverneurin hebt die landesrechtlichen Verurteilungen auf oder beschränkt deren rechtliche Folgen. Sie ändert jedoch nicht automatisch bundesrechtliche Einträge und ersetzt keine Entscheidungen von Einwanderungsbehörden.
Die Maßnahme zeigt die Trennlinie zwischen Landes- und Bundeszuständigkeiten: Gouverneurinnen und Gouverneure können Begnadigungen für Delikte nach dem Recht ihres Bundesstaates aussprechen. Fragen des Aufenthalts- und Einwanderungsrechts fallen hingegen vor allem in die Zuständigkeit des Department of Homeland Security; über Verfahren vor Einwanderungsgerichten wacht das Justizministerium. Ob Park auf dieser Grundlage eine Rückkehrmöglichkeit erhält, hängt von bundesrechtlichen Prüfungen ab, etwa von der Bewertung durch Einwanderungsbehörden oder von Anträgen auf besondere Ermessensentscheidungen. Konkrete Fristen oder Zusagen dazu liegen derzeit nicht vor.
Parks Fall hatte bereits 2025 politische Aufmerksamkeit erhalten. Mitglieder des Kongresses richteten damals Anfragen an das Department of Homeland Security zu Verfahren gegen im Ausland geborene Veteranen. Menschenrechts- und Veteranenorganisationen kritisieren seit Jahren, dass uneinheitliche Praxis und alte Verurteilungen bei nicht eingebürgerten ehemaligen Soldaten zu Aufenthaltsbeendigungen führen können.
Für Park mindert die Begnadigung die strafrechtliche Belastung im Bundesstaat New York und kann seine Position in künftigen Verfahren stärken, etwa bei Anträgen, die eine positive Sozialprognose oder Tilgungen auf Ebene des Bundes berücksichtigen. Sie ist jedoch keine Garantie für eine Einreiseerlaubnis. Über mögliche nächste Schritte äußerten sich die beteiligten Behörden zunächst nicht.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).