Brooklyn hat in dieser Woche den 250. Jahrestag der Schlacht von Long Island begangen. Mit Führungen, Tafeln und lokalen Projekten wird an die Gefechte vom 27. August 1776 erinnert, als britische Truppen die Stellungen der Kontinentalarmee auf der heutigen Fläche von Prospect Park und in den Höhen von Brooklyn unter Druck setzten. Die National Park Service und der American Battlefield Trust betonen in ihren Darstellungen die militärische Brisanz der Lage und die Folgen für den weiteren Verlauf des Unabhängigkeitskriegs.
Die Schlacht, auch Battle of Brooklyn genannt, verlief für die Amerikaner zunächst ungünstig. Britische Kräfte unter William Howe und Charles Cornwallis nutzten den kaum gesicherten Jamaica Pass für einen Flankenmarsch, der die linke amerikanische Flanke traf und Teile der Verteidigung bei Gowanus und entlang der Höhen bedrohte. George Washington sah sich mit der Gefahr konfrontiert, dass ein großer Teil seines Heeres eingeschlossen würde. Zeitgenössische Berichte und spätere Analysen beschreiben die Absicherung des Passes als unzureichend und den britischen Vorstoß als taktischen Schlüssel zum Durchbruch.
Inmitten der Rückzugsbewegungen stach das Handeln der Maryland 400 hervor. Der Verband griff wiederholt an, um den Abmarsch anderer Einheiten zu decken. Diese Gegenstöße gelten als mitentscheidend dafür, dass viele Soldaten geordnet nach Brooklyn Heights ausweichen konnten. Der anschließende nächtliche Rückzug über den East River in der Nacht zum 29. August, organisiert unter schwierigen Wetter- und Sichtbedingungen, verhinderte die drohende Einkesselung. Historiker werten dieses Manöver als einen der bemerkenswertesten Evakuierungseinsätze des Krieges und als Voraussetzung für die Fortsetzung des Feldzugs.
Die Erinnerung ist im Stadtbild noch sichtbar. Orte wie Battle Pass im heutigen Prospect Park und Bezüge zu Brooklyn Heights verknüpfen topografische Punkte mit den Ereignissen der letzten Augusttage 1776. Ausstellungen und Bildungsprogramme stellen die taktischen Entscheidungen, die Rolle der britischen und amerikanischen Befehlshaber sowie die logistischen Leistungen des Rückzugs in den Vordergrund. Dabei wird klar getrennt zwischen belegten Tatsachen, überlieferten Zuschreibungen und späteren Deutungen.
Die aktuellen Gedenkveranstaltungen ordnen die Schlacht von Long Island als frühe Bewährungsprobe für die Kontinentalarmee ein. Sie verdeutlichen, dass organisatorische Schwächen, der britische Marsch durch den Jamaica Pass, der Einsatz der Maryland 400 und die Evakuierung von Brooklyn Heights zusammengenommen darüber entschieden, dass der Kampf um die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten nicht schon im Sommer 1776 endete.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).