Das Climate Prediction Center der NOAA hat in der dritten Augustwoche seine saisonalen Ausblicke aktualisiert. Für den Zeitraum September–November 2026 weist die Temperaturkarte erhöhte Wahrscheinlichkeiten für überdurchschnittliche Werte in weiten Teilen Minnesotas aus. Der Schwerpunkt der Warmtendenz liegt demnach im Norden und in der Mitte des Bundesstaats; auch über große Flächen der zusammenhängenden Vereinigten Staaten zeigen die Karten einen warmen Anklang.
Als zentraler Hintergrundfaktor nennt das Climate Prediction Center anhaltende El Niño‑Bedingungen im tropischen Pazifik. Deren großräumige Fernwirkungen begünstigen im Herbst häufig mildere Witterung im Norden und im Mittleren Westen der USA. Das CPC betont zugleich, dass saisonale Aussagen probabilistisch sind: „wärmer als normal“ bezeichnet eine erhöhte Eintrittswahrscheinlichkeit im Vergleich zur Referenzperiode 1991–2020, keine Garantie für einzelne Tage oder Extremereignisse. Die Karten stellen Flächenwahrscheinlichkeiten dar; sie treffen keine Aussage über die genaue Stärke oder Dauer von Abweichungen an einzelnen Orten.
Für die Niederschläge sind die Signale in Minnesota derzeit weniger ausgeprägt. In Teilen des Oberen Mittleren Westens variieren die Modellhinweise je nach Leitperiode; für Minnesota bleibt in der aktuellen Runde die Temperaturtendenz die robustere Aussage. Wo die Modelle kein klares Vorzeichen liefern, weist das CPC „gleich wahrscheinliche“ Bedingungen aus – ein Hinweis darauf, dass sowohl unter-, normal- als auch überdurchschnittliche Ausgänge möglich sind. Kurz- und mittelfristige Vorhersagen, etwa zu Frontdurchgängen oder regionalen Regenereignissen, liefern weiterhin die lokalen Büros des National Weather Service, darunter die Dienststellen in Duluth und in den Twin Cities.
Die NOAA‑Outlooks dienen Behörden, Energie- und Agrarbetrieben sowie der Wasserwirtschaft als Planungsgrundlage, ersetzen aber keine operative Wettervorhersage. Ergänzend publiziert das Climate Prediction Center Wochen‑2‑bis‑4‑Ausblicke und zentrale „Key Messages“, die zwischen Tagesvorhersage und Saisonperspektive ein zeitliches Bindeglied schaffen. Insbesondere in Übergangsjahreszeiten können regionale Besonderheiten und kurzfristige Muster die saisonale Neigung zeitweise überlagern. Das Climate Prediction Center aktualisiert seine Monats- und Saisonkarten regelmäßig; mit fortschreitendem Herbst wird zudem ersichtlich, wie stark die El Niño‑Fernwirkungen in der Region tatsächlich zum Tragen kommen.
Für Minnesota bleibt damit vor dem meteorologischen Herbstbeginn der Kernbefund bestehen: eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittliche Temperaturen im Zeitraum September–November 2026, während die Niederschlagsaussagen weniger eindeutig sind. Weitere Anpassungen an den Ausblicken sind möglich, wenn neue Beobachtungen aus dem tropischen Pazifik und aktualisierte Modellläufe vorliegen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).