Umwelt

NOAA-Prognose: Herbst 2026 bleibt in weiten Teilen der USA wärmer als normal

Das Climate Prediction Center der NOAA erwartet für September bis November 2026 in großen Teilen der Vereinigten Staaten überdurchschnittliche Temperaturen; maßgeblich ist laut Behörde das El‑Niño‑Signal im tropischen Pazifik.

Das Climate Prediction Center (CPC) der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hat im August 2026 seine saisonalen Aussichten aktualisiert. Für den Zeitraum September bis November 2026 signalisiert die Behörde in großen Teilen der Vereinigten Staaten erhöhte Wahrscheinlichkeiten für überdurchschnittliche Temperaturen. Am deutlichsten sind die warmen Signale im Westen, in weiten Teilen des Binnenlands sowie regional im Nordosten und in den Mittelatlantikstaaten. Die Prognose beschreibt Eintrittswahrscheinlichkeiten und keine deterministischen Verläufe; regionale Unterschiede bleiben möglich.

Als zentrale Einflussgröße nennt das CPC El‑Niño‑Bedingungen im tropischen Pazifik, die die großräumige Atmosphärenzirkulation über Nordamerika verändern und damit Temperatur- und Niederschlagsmuster verschieben können. Die Behörde verweist zugleich auf die inhärente Unsicherheit saisonaler Vorhersagen: Die Karten geben veränderte Chancen für Temperaturanomalien an, nicht deren genaue Ausprägung oder zeitliche Abfolge. Kurzfristige Faktoren wie Meeresoberflächentemperaturen in Randmeeren, Bodenfeuchte und synoptische Muster können die regionale Ausprägung zusätzlich modulieren.

Ein landesweit einheitlicher Zeitpunkt für eine spürbare Abkühlung lässt sich aus der Saisonprognose nicht ableiten. Vielmehr zeichnet sich ein gestaffeltes Bild ab: Entlang der Westküste und in Gebirgsregionen des Westens sowie in Teilen des Südens und der Great Plains bestehen erhöhte Chancen für wärmere Bedingungen als im klimatologischen Mittel. Rund um die Großen Seen und lokal im Nordosten liegen die Signale eher im neutralen Bereich oder leicht näher an jahreszeitlich üblichen Werten. Vorübergehende Temperaturrückgänge durch Kaltfronten bleiben jederzeit möglich, stehen aber nicht zwangsläufig für eine Änderung des übergreifenden saisonalen Signals.

Mögliche Folgen werden je nach Region unterschiedlich ausfallen. Ein anhaltend milder Herbst kann Energiebedarfsmuster verschieben, die Bodenfeuchte beeinflussen und in trockenen Gebieten das Risiko für Vegetationsstress und erhöhte Waldbrandgefahr begünstigen. Regionen, in denen El‑Niño typischerweise mehr Niederschlag begünstigt, müssen dagegen eher mit hydrologischen Herausforderungen rechnen. Für operative Entscheidungen empfiehlt das CPC, die saisonalen Wahrscheinlichkeiten mit den kürzerfristigen Vorhersagen der regionalen Büros des National Weather Service zu kombinieren.

Tatsächliche Angaben beruhen auf den offiziellen Karten und Texten von NOAA/CPC aus dem August 2026. Zuschreibungen (El‑Niño als Einfluss) stammen aus den dortigen Lageeinschätzungen; Aussagen zu möglichen Folgen sind als Prognosen zu verstehen und können regional abweichen.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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