Ronald Saville, 49, wohnhaft in Honolulu (Oahu), hat am 18. August 2026 vor dem Bundesgericht im District of Hawaii ein Schuldbekenntnis („plea“) abgelegt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sandte Saville am 9. Mai 2026 eine E‑Mail an die Michigan State Police, in der er ankündigte, „mit einem Gewehr ins Michigan State Capitol in Lansing zu gehen und so viele Menschen wie möglich zu töten“. Kurz darauf richtete er eine zweite Nachricht direkt an Gouverneurin Gretchen Whitmer, in der er sie namentlich bedrohte. Am 12. Mai 2026 rief Saville nach Angaben der Anklage das FBI an und erklärte, er wolle Whitmer wegen ihrer politischen Zugehörigkeit töten und plane, nach Michigan zu reisen, um die Drohung auszuführen.
Ermittler des FBI lokalisieren Saville am 26. Mai 2026 in Kailua auf Oahu; dort räumte er laut Anklageschrift das Versenden der Mitteilungen ein und sagte, er habe „aufmerksam machen“ und einschüchtern wollen. Das Verfahren wird vom U.S. Attorney’s Office für den District of Hawaii geführt; die Anklage lautet auf das Versenden zwischenstaatlicher Drohungen nach Bundesrecht. Special Assistant U.S. Attorney Heidi Turner übernimmt die Verfolgung des Falls vor Gericht.
Für die Tat sieht das Gesetz eine Höchststrafe von bis zu fünf Jahren Haft und eine Geldbuße von bis zu 250.000 US‑Dollar vor; zusätzlich kann das Gericht eine Zeit der beaufsichtigten Entlassung anordnen. Savilles Vorstrafen in Bundesverfahren – 2008 wegen Drohungen gegen den damaligen Präsidenten George W. Bush und 2013 wegen Drohungen gegen die Bundesrichterin Susan Oki Mollway – wurden in den Gerichtsakten als frühere Verurteilungen genannt. Ob und in welchem Umfang diese Vorstrafen die Strafzumessung beeinflussen, wird das Gericht entscheiden.
Der Fall verdeutlicht die föderale Zuständigkeit, weil die Drohungen von Hawaii aus gegen Amtsträger und Einrichtungen im Bundesstaat Michigan gerichtet waren. Laut Pressemitteilung des U.S. Attorney’s Office ermittelte das FBI; weitere Details zum Strafmaß wurden zum Zeitpunkt der Mitteilung nicht genannt. Die Sachverhalte beruhen auf den offiziellen Verlautbarungen der Behörden und werden hier ohne Spekulation über mögliche politische oder sicherheitsrelevante Folgewirkungen wiedergegeben.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).