PBS NewsHour hat am 21. August 2026 eine Recherche von Reveal hervorgehoben, der zufolge der U.S. Forest Service gemeinsam mit privaten Holzunternehmen in Kalifornien rekordhohe Mengen des Herbizids Glyphosat in Wäldern ausbringt. Begründet wird der Einsatz mit dem Ziel, nach Bränden oder Holzeinschlag krautige und strauchige Konkurrenz für junge Koniferen zu unterdrücken.
Als zentrale Datengrundlage nennen die Beiträge die Meldungen des Bundesstaats: Kalifornien erfasst Pestizidanwendungen umfassend. In den jüngsten verfügbaren Jahresübersichten des California Department of Pesticide Regulation zeigt das Pesticide Use Reporting, dass Glyphosat zu den meistverwendeten Herbiziden im Staat zählt. Aus den landesweiten PUR-Daten lässt sich jedoch nicht ohne Weiteres der spezifische Anteil in Nationalforsten ableiten. Reveal und weitere Medien verknüpfen die staatlichen Statistiken mit Ausschreibungen, Projektunterlagen und Feldberichten, um den Umfang der Anwendungen in Wäldern zu beschreiben.
Zugeschriebene Begründungen und Gegenpositionen: Vertreter der Forstverwaltung und der Industrie verweisen auf Wiederbewaldung und die Förderung gewünschter Baumarten als forstliches Managementziel. Umweltverbände und einzelne Forschende warnen hingegen vor möglichen Folgen für Biodiversität, Boden- und Gewässerqualität sowie für Beschäftigte und Anwohner. Zudem bleibt Glyphosat, der Wirkstoff in Roundup, politisch und juristisch umstritten; in den USA wurden Hersteller mit Klagen wegen angeblicher Gesundheitsrisiken konfrontiert. Ein kausaler Nachweis für konkrete Waldstandorte erfordert allerdings standortspezifische Messungen und Gesundheitsdaten, die bislang lückenhaft sind.
Regulatorischer Rahmen: Während der U.S. Forest Service als Bundesbehörde Waldbehandlungen auf öffentlichen Flächen plant und beauftragt, unterliegt der Vertrieb und die Anwendung von Pestiziden in Kalifornien zugleich dem Landesrecht. Das California Department of Pesticide Regulation setzt Zulassungs- und Auflagenentscheidungen um und veröffentlicht die jährlichen PUR-Daten. Auf Bundes- wie auf Bundesstaatsebene werden weitere Prüfungen und mögliche Einschränkungen diskutiert; belastbare Änderungen des Rechtsrahmens lassen sich aus der aktuellen Berichterstattung jedoch nicht ableiten.
Folgen und offene Punkte: Bestätigt ist ein hoher landesweiter Glyphosateinsatz in Kalifornien und ein verstärkter forstlicher Gebrauch, wie ihn Reveal und PBS NewsHour berichten. Nicht eindeutig bezifferbar sind ohne zusätzliche Primärangaben die exakten Mengen des U.S. Forest Service je Nationalforst sowie langfristige ökologische Effekte einzelner Maßnahmen. Für politische Entscheidungen wären präzise Einsatzstatistiken der zuständigen Behörden, unabhängige Umweltmonitorings und standardisierte Gesundheitsstudien maßgeblich.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).