Ein medizinischer Rettungshubschrauber mit fünf Menschen an Bord ist am Mittwochabend nahe Avalon vor Santa Catalina Island ins Meer gestürzt. Nach Behördenangaben wurden zwei Personen tot geborgen. Zwei weitere Überlebende wurden mit Verletzungen auf das Festland gebracht. Nach einer fünften Person wurde am Donnerstagvormittag weiter gesucht.
Der Notruf ging laut Einsatzkräften gegen 19:50 Uhr Ortszeit ein. Der Absturz ereignete sich demnach unweit der Anlegestelle bei Avalon, etwa eine Meile vor der Küste. Der Hubschrauber war kurz zuvor in Pebbly Beach gestartet und transportierte nach übereinstimmenden Angaben einen Patienten. Vor Ort waren Einheiten der Los Angeles County Fire Department, die US Coast Guard, die Avalon Fire Department sowie Tauchteams der Los Angeles County Sheriff’s Department im Einsatz.
Die National Transportation Safety Board leitete routinemäßig eine Untersuchung ein. Zur Ursache machten die Behörden zunächst keine Angaben. Medienberichte identifizierten das Luftfahrzeug als einen Eurocopter EC135; Betreiber ist demnach REACH Air Medical Services, ein Unternehmen der Global Medical Response. Offizielle Stellen nannten zunächst weder die Identitäten der Betroffenen noch Details zum Zustand des transportierten Patienten.
Catalina Island verfügt nur über begrenzte medizinische Kapazitäten; Verlegungsflüge zum Festland sind daher üblich. Der Absturz reiht sich in mehrere schwere Hubschrauberunfälle in Kalifornien in den vergangenen Jahren ein. Welche technischen oder organisatorischen Faktoren hier eine Rolle spielten, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Dazu zählen die Auswertung von Wrackteilen, möglichen Flugdaten und Funkverkehr sowie Wetter- und Einsatzbedingungen zum Zeitpunkt des Unfalls. Spekulationen über Ursachen oder Verantwortlichkeiten wurden von den Ermittlern ausdrücklich vermieden.
Die beiden Verletzten wurden laut Behörden in behandelbarem Zustand in Krankenhäuser gebracht. Angaben zu Art und Schwere der Verletzungen blieben zunächst vage. Die Suchkräfte setzten Schiffe, Hubschrauber und Tauchteams ein; die US Coast Guard koordinierte die Maßnahmen auf See. Ob und wann die Suche in eine Bergungsoperation übergeht, hängt von den laufenden Lagebeurteilungen ab.
Der Vorfall hat über den Inselkontext hinaus Bedeutung, weil er Fragen zur Sicherheit von Luftrettungsdiensten und zu deren Einsatzpraxis aufwirft. Ergebnisse der NTSB-Untersuchung werden üblicherweise in mehreren Zwischenschritten veröffentlicht; ein abschließender Bericht kann Monate in Anspruch nehmen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).