Texas

Rove bricht in Texas mit Republikanern und unterstützt Jon Rosenthal

Der republikanische Stratege Karl Rove bekräftigt in einer PBS-Diskussion, bei der Zwischenwahl in Texas für den Demokraten Jon Rosenthal zu stimmen. Anlass ist die Distanzierung von Roves Partei-Kollegen Bo French, Kandidat für die Texas…

Karl Rove, langjähriger Stratege der Republikanischen Partei in Texas und landesweit bekannt, hat bekräftigt, bei der Zwischenwahl am 3. November 2026 in einem landesweiten Rennen in Texas einen Demokraten zu unterstützen. In einer Diskussion der PBS NewsHour am 1. Oktober verwies Rove auf inakzeptable Äußerungen des republikanischen Kandidaten Bo French und erklärte, er werde für dessen demokratischen Herausforderer Jon Rosenthal stimmen.

Rove hatte diese Entscheidung zuvor bei einem Privatauftritt in Austin angekündigt und später in einem Meinungsbeitrag erläutert. Mehrere US-Medien, darunter die Texas Tribune, berichten, Rove sehe eine rote Linie überschritten. Er kritisierte Frenchs frühere Social-Media-Posts als rassistisch und menschenverachtend. French kandidiert für die Texas Railroad Commission, die in dem Energieland Texas zentrale Zuständigkeiten für Öl- und Gasaufsicht hat. Rosenthal tritt als Demokrat gegen ihn an.

Die Texas Tribune ordnet Roves Schritt als ungewöhnlichen Bruch eines Partei-Veteranen mit langjähriger Loyalität ein. Rove war über Jahrzehnte eine prägende Figur republikanischer Wahlkämpfe. Auch andere Republikaner distanzierten sich von French: Senator John Cornyn sagte nach Medienberichten, er werde nicht für French stimmen. Der Fall löste in Texas eine Debatte über rote Linien im politischen Stil und die Verantwortung von Parteiführungen aus.

In der PBS-Runde mit dem demokratischen Strategen David Axelrod sprach Rove zudem über Wahlumfeld und Sicherheitsfragen rund um die Midterms. Konkrete Rückschlüsse auf Ergebnisse auf Bundesebene lassen sich daraus nicht ableiten. Politische Signale prominenter Persönlichkeiten können lokale Narrative verschieben und Mobilisierung beeinflussen, ersetzen aber keine Wählerentscheidungen. Verlässliche Aussagen zu Effekten sind erst nach Auszählung am 3. November möglich.

Für die Texas Railroad Commission gilt die Wahl als Gradmesser dafür, wie stark kulturelle Konflikte in energiepolitische Ämter hineinwirken. Unternehmen der Öl- und Gasbranche äußerten sich zu Frenchs Äußerungen teils zurückhaltend, während einige Landespolitiker parteiübergreifend Kritik übten. Rosenthal fokussiert im Wahlkampf laut Berichten auf Regulierungspraxis und Transparenz, French betont industriefreundliche Positionen. Aussagen zu Programminhalten stammen aus öffentlichen Auftritten und Medieninterviews; unabhängige Prüfungen von Behauptungen beider Kampagnen stehen im Wahlkampfverlauf weiter aus.

Roves Ankündigung ist damit vor allem ein politisches Signal mit Symbolkraft in einem traditionell republikanisch geprägten Staat. Ob es im öl- und gasdominierten Regulierungsamt konkrete Mehrheiten verschiebt, entscheidet sich erst am Wahltag.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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